Meditation macht glücklich

Inzwischen sind schon wieder 10 Tage vergangen, seitdem der bekannte Meditationscoach Till Ahrens in Bad Vilbel war. Er gab im Therapiezentrum Köhler ein Einführungsseminar in die Meditation unter dem Thema „Leichtigkeit und Freude durch Meditation“. Auf einfache, direkte und humorvolle Weise gab er praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen vom Ankommen im Hier und Jetzt, über die achtsame Beobachtung der Körperempfindungen mit Hilfe des Atems bis hin zur Entwicklung von Liebe und Mitgefühl für sich, um diese dann im nächsten Schritt auf andere Menschen, Tiere, fühlende Wesen auszudehnen. So können leidvolle Erfahrungen, Schmerzen und schwierige Emotionen nach und nach umgewandelt und aufgelöst werden. Das Leben wird leichter vom psychischen Ballast, befreiter, wertschätzender, mitfühlender, liebevoller, glücklicher!!!! 🙂

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Till Ahrens

Schließlich haben wir die Meditation des Buddhas für Liebe und Mitgefühl, Chenrezig (tibetisch) oder Avolekiteshvara (Sanskrit) geübt, die aus dem tibetischen Buddhismus kommt. Wir visualisieren hierbei einen strahlend weißen Buddha, der Liebe und Mitgefühl in Form von weißem Licht aussendet und unser Herz damit füllt. Unser Herz wird hell und weit und von Liebe erfüllt. Während wir von seiner Energie erfüllt sind, rezitieren wir sein Mantra OM MANI PEME HUNG. 

Es bedeutet O DU JUWEL IN DER LOTUSBLÜTE. 

„OM“ der Urklang, repräsentiert den gereinigten Körper, Rede und Geist (Buddhas Körper, Rede und Geist). „MANI“ repräsentiert sein Juwel. „PEME“ repräsentiert die Lotusblüte (die Lotusblüte wächst aus dem Schlamm, aber kein Schlamm verunreinigt den Lotus). „HUNG“ repräsentiert den Wunsch, ein starkes Herz zu entwickeln. Ebenso steht es für die 84.000 Unterweisungen des Buddha. (Quelle:https://www.mount-kailash.com)

Dann lösen sich alle Lebewesen in der Visualisierung des Chenrezig auf, bis auch er sich auflöst und in uns verschmilzt.

Zum Abschluss hat Till Ahrens noch sein Meditationskartendeck „Glücklich durch Geistestraining – Die 59 Losungen aus dem tibetischen Buddhismus“ vorgestellt. Sie stammen vom tibetischen Meister Chekawa Yeshe Dorje zur Entwicklung eines offenen Herzens mit der Praxis von wohlwollender Güte und Mitgefühl. Die Karten dienen als Inspiration und Unterweisung für den Tag, um den Geist zu üben.

Wenn Du Interesse hast, kannst Du es unter mail@tillahrens.de bestellen.

Die TeilnehmerInnen und ich danken Dir für dieses freudig-leichte Seminar, lieber Till, und freuen uns, wenn Du mal wiederkommst. 🙂 

Ich selbst plane, einmal im Monat die Meditationsgruppe weiterzuführen und unser Herz in Liebe und Mitgefühl zu kultivieren. Nach den Herbstferien geht’s los… Einzelheiten gebe ich noch bekannt. 

Der Weg des Buddha zu Zufriedenheit und Glück

Möchtest Du auch endlich innere Ruhe finden und in Frieden mit Dir und anderen sein? Es gibt einen Weg zu Zufriedenheit und Glück, den der Buddha vor über 2500 Jahren lehrte. Fernab von äußeren Umständen lässt sich mit Hilfe von Meditation die Quelle des bedingungslosen Glücks entdecken. Du kommst so wieder in Deine Mitte und lebst ein Leben voller Freude und Leichtigkeit.

Ich freue mich sehr, meinen langjährigen Meditationslehrer Till Ahrens am 01.09.18 in Bad Vilbel bei Frankfurt/ Main begrüßen zu können!!! 

Im Therapiezentrum Köhler in der Zeit von 15 bis 18 Uhr führt er für Anfänger und Übende in die Meditationspraxis der tibetisch-buddhistischen Tradition ein. 

Im Seminar werden einfache Meditationen und Methoden vorgestellt, mit denen Du schwierige Emotionen und leidvolle Erfahrungen auflösen kannst. 

Insbesondere werden wir die Tonglen-Meditation des „Gebens und Annehmens“ üben. Es handelt sich um eine Meditationstechnik aus dem tibetischen Buddhismus, die in Verbindung mit dem Atem und einer einfachen Visualisierung geübt wird.

Du lernst, mitfühlender mit anderen und auch mit Dir selbst umzugehen und schwierige Emotionen aufzulösen. So entsteht mehr Zufriedenheit und Glück.

Ort: Quellenstrasse 23, 61118 Bad Vilbel, im Therapiezentrum Köhler; Inklusive: Meditationstexte, Tee/Wasser/Kekse; Mitzubringen: Wenn möglich ein Meditationskissen (Es sind 8-10 Kissen und auch Stühle vorhanden); Kosten: 35,- €

Till Ahrens (45) lebt mit seiner taiwanesischen Frau RayIng (40), abwechselnd in seiner Geburtsstadt Hamburg und in Taipeh. Zur Meditation kam er 1995. Till Ahrens wurde in Indien, Nepal und Taiwan bei mehreren tibetischen Meistern zum Lehrer ausgebildet. Als Experte für Meditation ist Till Ahrens auch im Fernsehen und Radio gefragt, wo er bereits mehrfach auftrat. Info: www.tillahrens.de

Information und Anmeldung

Tel: 06101/ 9954666 oder Email: info@ayurtara.com

Wir freuen uns auf Dich!!! 🙂

Meditation – Fitnesstraining fürs Gehirn

Meditation steigert die innere Ruhe, das Selbstwertgefühl sowie die Verbundenheit mit mir und meiner Umwelt. Ich komme raus aus meiner Egozentriertheit, in der sich alles nur um mich und meine aktuellen Sorgen und Nöte dreht. Durch das bewusste Ein- und Ausatmen komme ich raus aus meinem persönlichen Gedankenkarussell und mehr in meinem Körper an. Wenn ich dem Atem bewußt folge, macht sich eine große Entspannung und Frieden in mir breit. In diesem Frieden breitet sich die Liebe als Herzenskraft immer weiter aus. Ich fühle mich leicht und glücklich, unabhängig von äußeren Faktoren oder Umständen. Die Gedanken wollen natürlich immer noch gesehen werden von meinem Geist, doch ich messe ihnen keine große Bedeutung bei. Sie kommen, hüpfen hin und her wie kleine Affen, die von Ast zu Ast zu springen und dann ziehen sie weiter bis zum nächsten „Gedankenäffchen“. So bleibe ich bei mir in meinem Körper, in meiner Herzenskraft. Ich spüre, wie sich Licht und Wärme der Liebe in meinem Körper ausdehnt. Auch die Grenzen meines physischen Körpers dehnen sich aus. Liebe strömt nun auch zu anderen Menschen. Die ich kenne, die ich nicht kenne… Ich bin erfüllt von Liebe, Mitgefühl, Glück… So entsteht Empathie, die Fähigkeit, sich in andere Menschen (oder auch Tiere) einzufühlen. Ich fühle mich verbunden, möchte durch meine Leiderfahrung nicht, dass andere Lebewesen leiden. Ich schicke Liebe, Zuversicht, Kraft und meine mir mögliche Unterstützung zu ihnen. Ohne dass für mich etwas davon verloren geht… Denn Liebe und Mitgefühl sind grenzenlos…

Die deutsche Hirnforscherin Tania Singer hat in ihren Studien nachgewiesen, dass Meditation die Friedfertigkeit, Aufmerksamkeit und das Sozialverhalten eines Menschen stärkt. Dies könne auch auf das Wirtschaftsleben einen guten Einfluss nehmen. Achtsamkeit und Mitgefühl unterstützt nicht nur eine gute Arbeitsatmosphäre der Mitarbeiter, sondern auch das Auftreten am Markt als sozial engagierter Arbeitgeber. Die Einbeziehung von mehr Menschlichkeit in unserem bestehenden System der Marktwirtschaft würde zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und -motivation der Mitarbeiter führen und einem Burnout oder anderen psychischen Erkrankungen aktiv vorbeugen. Durch regelmäßige Meditation im Arbeitsalltag, insbesondere in Überlastungsphasen, könnte dem aktiv entgegengewirkt werden.

Meditation öffnet den Geist.

Den ganzen Artikel kannst Du hier lesen.

 

Kennst Du Yasodhara?

Vielen von Euch ist die Geschichte von Prinz Siddharta bekannt, der indische Prinz, der von seinem Vater und seiner Ziehmutter von der Außenwelt und damit von allen leidvollen Erfahrungen abgeschirmt wurde. Als er dann das tatsächliche Leben bei einem Ausflug mit seinem Diener und Freund sah, war er zutiefst erschrocken und betroffen. Er sah Menschen, die aufgrund von Geburt, Krankheit, Alter, Tod leiden und großen Schmerz erfahren. Alles Situationen, die ihm bisher noch nicht begegnet sind. Über das Gesehene musste er lange nachdenken. Er traf dann den Entschluss, den Grund und einen Ausweg aus dem Leiden zu finden. Dafür musste er sein beschütztes Leben als Prinz im Palast und auch seine Familie, allen voran seine Frau Yasodhara und seinen neugeborenen Sohn Rahul verlassen. Er musste sich von seinem bisherigen Leben lösen, um in Entsagung und Einsamkeit zu meditieren, um den Weg zur Befreiung und Erleuchtung zu finden. 

Ich habe als lange alleinerziehende Mutter oft mit der Glaubwürdigkeit und Opferung Buddhas gehadert. Ich habe mich oft gefragt, wie Siddharta diesen Schritt gehen und seine geliebte Frau mit dem gemeinsamen neugeborenen Sohn allein lassen konnte. Denn er hat Yasodhara geliebt, sie waren schon als Kinder sehr gute Freunde und auch Wegbegleiter zu einem guten ethischen Leben. Ist es nicht egoistisch von Siddharta, dass er Yasodhara in diesem Zustand alleine lässt, ohne sich zu verabschieden? Ohne mit ihr gesprochen zu haben? Wie ging Yasodhara mit der Situation um?

Fakt ist: sie beide wollten den Weg zur Erleuchtung gehen, aber sie konnten ihn nicht zusammen gehen. 

Siddharta war nach dem Anblick des Leidens so geschockt, dass er sein behütetes Leben nicht mehr so weiterführen konnte. Wahrscheinlich befürchtete er, dass Yasodhara ihn zurückhalten würde und er sein Vorhaben nicht in die Tat umsetzen würde. Er mußte gehen, um seinen Weg zu einem Ausweg aus dem scheinbar endlosen Daseinskreislauf zu finden. Siddharta, der spätere Buddha Shakyamuni, wollte auch später zunächst keine Frauen in seiner Gemeinschaft (Sangha) haben. Er war der Ansicht, dass Frauen nicht das Potenzial dazu haben, den Zustand des Erwachens zu erlangen. Doch vermutlich war es vielmehr seine Befürchtung, Frauen könnten die Männer in einer gemischten Sangha von ihrem Erleuchtungsweg ablenken bzw. abhalten. Später akzeptierte er dann eine Sangha von Frauen, die sich aber etwas abseits von der Männer-Sangha bei seinen Reden aufhalten sollte.

Und Yasodhara? 

Yasodhara war am Boden zerstört. Ihr geliebter Ehemann und engster Vertrauter hat sie mit ihrem so lange erwünschtem Sohn Rahul allein gelassen? Warum hat er nichts gesagt? Warum hat er sie nicht eingeweiht? Warum mußte er diesen Weg alleine gehen? 

Tage- und wochenlang hat sie sich zurückgezogen und sich Ihrer Verzweiflung hingegeben. Auch um ihren Sohn konnte sie sich in der Zeit nicht selbst kümmern. Dies übernahm das Personal des Palastes bzw. Siddhartas Stiefmutter Pajapati, die Schwester seiner Mutter und 2. Ehefrau seines Vaters König Suddodana. Sie war es auch, die Yasodhara darin bestärkte, sowohl mit ihrer Trauer um den Verlust Siddhartas aber gleichzeitig mit liebevoller Stärke für ihren kleinen Sohn dazusein. Sie bildeten eine Gemeinschaft von Liebe, Mitgefühl und Verständnis für das eigene Leid, aber auch für das Leid der anderen. Sie waren füreinander da, hörten zu, hielten sich an den Händen, sendeten Liebe aus und beruhigten somit den Geist. Später kamen noch mehrere Frauen im Palast hinzu. Alle hatten sie ihr persönliches Leid erfahren. Somit erkannte Yasodhara, dass sie nicht allein in ihrem Schmerz war. Alle Menschen erfahren Leid und Schmerz und Verzweiflung. Durch ihren Kreis der Liebe und des Mitgefühls hat sich ein vertrauensvolles Band zwischen den Teilnehmerinnen geknüpft. Durch das Füreinanderdasein, die Meditationen der Aussendung von Liebe und Mitgefühl und die körperliche Nähe hat sich ein Gefühl der Verbundenheit entwickelt, mit dem sie ihre Leiderfahrungen verarbeiten und damit transformieren konnten in bloße Lebenserfahrungen, anhand derer sie zu Glück und Zufriedenheit finden. Nicht nur sie erleben leiden, sondern alle Menschen, ja sogar alle fühlenden Wesen auf dieser Welt. Durch die Gemeinschaft gehen sie ihren eigenen Weg zur Erleuchtung. In Fürsorge, Liebe und Mitgefühl für sich und andere. 

Yasodhara fand ihren Weg zur Erleuchtung in der Gemeinschaft, in der Sangha, indem sie geblieben ist, während Siddharta gehen musste, um seinen Weg zur Erleuchtung in Rückzug und Einsamkeit zu gehen.


Ich bin so berührt von Yasodhara`s Geschichte und so dankbar, dass mir in einem Café in Boudha, Kathmandu das Buch „The Buddhas Wife – The Path of Awakening Together“ von Janet Surrey und Samuel Shem in die Hände gefallen ist. 

Es ist so wichtig, für andere da zu sein! Gerade heute in der zunehmenden Vereinsamung unserer Gesellschaft. Das tut nicht nur anderen, sondern auch uns selbst gut! 

Wenn Dich Yasodhara`s Geschichte auch so berührt hat und Du weitere Impulse zu einem achtsamen gemeinschaftlichen Leben haben möchtest, dann trag Dich doch hier zu meinen regelmäßigen AyurImpulsen ein. 🙂 Ebenso freu ich mich über ein „Gefällt mir“ von Dir! 😉

Mentale Stärkung für hochsensible Frauen und Mamas

Nachdem ich in meinen letzten Beiträgen die mentale und psychische Stärkung unserer besonderen feinfühligen Kinder im Fokus hatte, möchte ich Dir als hochsensible Frau und/oder Mama etwas schenken, dass Dich von innen heraus stärkt und Dich damit besser mit den Herausforderungen des Alltags umgehen lässt.

In meinen 3 Tipps zu mehr Energie, Freude und Harmonie http://tippsfuerhochsensiblefrauen.getresponsepages.com spreche ich auch von der geistigen Übung von Meditation und Achtsamkeit. Während Du bei Achtsamkeitsübungen eher mit Deinem Körper arbeitest und Deine Aufmerksamkeit auf einzelne Körperregionen lenkst und beobachtest, was Dein Körper gerade braucht, führt Dich Meditation zu Deiner inneren Mitte und lässt Dich widerstandsfähiger gegenüber Widrigkeiten des Alltags werden. Du bleibst länger stabil und ruhig und kannst gelassener mit Überreizbarkeit umgehen. Auch in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen kannst mit Meditation viel eher bei Dir selbst bleiben und von anderen Personen ausgehende negative Emotionen dort belassen wo sie hingehören: bei den anderen.

Ich möchte Dir dazu ein Beispiel aus unserem Leben erzählen:

Vor einiger Zeit hatte ich mit meinem Sohn einen Termin beim Augenarzt. Nachmittags nach dem Kindergarten. Als wir ankamen war das Wartezimmer schon proppenvoll, es war noch nicht mal ein Stuhl mehr frei zum Hinsetzen. Wir mussten ca. 45 Minuten warten, bis wir zur ersten Untersuchung gerufen wurden. Das war noch nicht so schlimm, da im Wartezimmer mehrere Kinder waren und Kiran schnell einen Spielfreund gefunden hatte. Dann begannen die ersten Tests. Durch Apparate gucken ging ja noch, dann folgte der erste Vorlesetest von Zahlen- und Bildtafeln. Die großen bereiteten ihm noch keine Schwierigkeiten, doch sobald die Zahlen und Bilder kleiner wurden und er sich mehr anstrengen musste, hat er sich total verweigert. Ich hab noch versucht, ihn zu motivieren, was mir aber nur zum Teil gelungen ist. Dann kam die Ansage der Ärztin, dass seine Augen noch getropft werden müssen, damit sie eine evtl. Fehlsichtigkeit besser beurteilen könne. Ich dachte nur: Oje, der Junge ist jetzt schon fertig mit den Nerven und war eigentlich gedanklich schon auf dem Heimweg und jetzt noch das… Also gut, wir gingen ins Dunkelzimmer der Praxis, er hatte einen Tropfen ins Auge bekommen, es hat natürlich gebrannt. Und er verweigerte sich, auch ins andere Auge einen Tropfen zu bekommen. Es war so schlimm, dass ich schon vorgeschlagen habe, ein anderes Mal wieder zu kommen. Doch die Arzthelferin riet davon ab, da sich im einen Auge die Pupille ja schon weitete und das andere Auge dann ungetropft im Tageslicht Schaden nehmen könnte. Wir mussten also die Untersuchung machen. Ich hatte ihm noch seine Sonnenbrille mitgenommen, dass es ihm leichter viel, das Auge geschlossen zu halten. Ich musste ihn also quasi zwingen, auch noch das andere Auge betropfen zu lassen und auf ihn dann einwirken, die Augen noch 20 Minuten geschlossen zu halten. Es tat mir in der Seele weh, weil ich ihn so gut verstehen konnte. Er hat dann noch vor lauter Verzweiflung angefangen, zu schreien und zu weinen und ich konnte ihn kaum beruhigen. So hat er seinen Frust ausgedrückt und alles, was ich machen konnte, war Ruhe zu bewahren und bei ihm zu sein. Ich konnte ihn so gut verstehen! Ich bin mir sicher, dass die anderen wartenden Patienten am liebsten auch geweint und geschrieen hätten, um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Die Arzthelferinnen und dann die Ärztin sagten nur, da müsse er jetzt durch und er solle sich mal „zusammenreißen“. Ach, wie oft habe ich das früher auch gehört! Und ich dachte, ich hör nicht richtig! Keine Geduld, kein Mitgefühl!!! Ich gab nur einen Hinweis auf die lange Wartezeit, worauf sie recht patzig reagierte. Sie stand wohl auch unter großem Stress, ihre Patienten abzuarbeiten. Auch in der Abschlussuntersuchung hat er sich nochmal verweigert, aber dann gezwungenermaßen dann doch noch mitgemacht. Puhh, das war echt harte Arbeit. So eine Untersuchung mache ich nie wieder am Nachmittag mit ihm!!!

Aber warum erzähl ich Dir das alles?

Weil ich es geschafft habe, während der Gefühlsausbrüche meines Sohnes ruhig und entspannt bei mir zu bleiben! Das gelingt mir nicht immer… Vor unserem Termin habe ich noch eine  Meditation über Liebe und Mitgefühl gemacht und mich damit von innen heraus gestärkt. Es ist wie eine Schutzschicht, die meine Seele und meine feinen Antennen von äußeren „Angriffen“ schützt und stärkt, wie ein magischer Umhang.

Möchtest Du diese Meditation auch einmal für Dich und Deinen Alltag ausprobieren? Hier ist mein Geschenk für Dich!

Sie dauert ca. 10 Minuten und kannst Du damit wunderbar in Deinen Tag integrieren.

Ich freue mich, wenn Du Deine Erfahrungen mit mir teilst 🙂

Herzliche Grüße

Deine Annette

Leben in Verbindung

Meine lieben AyurTara-Freundinnen,

besonders an Euch richte ich mich heute. In mir und um mich rum ist gerade so viel in Bewegung und das Bedürfnis, mich mehr mit Euch, Ihr hochsensiblen Frauen und Mütter zu verbinden. <3

Ich bin selbst als hochsensible Frau und Mutter eines sehr besonderen hochsensiblen Sohnes immer wieder vor Herausforderungen gestellt, die sich noch dadurch verstärken, dass ich zudem noch alleinerziehend bin. Ich liebe meinen Sohn und möchte ihm die Freiheiten geben, ihm ein an seinen Bedürfnissen orientierten Leben zu ermöglichen. Er ist jetzt im letzten Kindergartenjahr und es kommt jetzt wiederholt vor, dass er nicht in den Kindergarten will, es Konflikte mit seinen Freunden gibt, er nicht mehr zu Geburtstagen will. Und in die Schule will er schon gar nicht… Er klagt über zu viele Kinder in der Gruppe, über den Krach, die Bestimmerei durch andere Kinder, besonders Alpha-Jungs. und dass er anders sei…. Wenn ich ihn mal zu Hause lasse, werde ich meinem Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein nicht gerecht. Ich bin dann wiederum durch seine Bedürfnisse nach gemeinsamen Aktivitäten so überreizt, dass ich es körperlich an Schmerzzuständen, Tinnitus und Erschöpfung merke. Kennst Du das auch?

Ich bespreche mit ihm auch meine Bedürfnisse nach Ruhe, um wieder in meine Kraft und Balance zu kommen. Die akzeptiert er dann auch, und es muss dann schon mal der Fernseher oder das Tablet als Babysitter herhalten… Mit sehr viel Kraftanstrengung krieg ich ihn dann auch zum Spielen, Buch anschauen oder bauen. Doch dann kommt immer wieder die Frage nach dem Fernseher…. Doch dann bin ich dann auch wieder so weit aufgeladen, dass ich mich wieder mit ihm beschäftigen kann. Doch wo bleibe ich mit meinen Interessen? Mit lesen, schreiben, meditieren, träumen? Ich merke dann einfach, dass eine zweite Bezugsperson fehlt. Ich nehme es an, so wie es ist. Irgendwas wird sich Gott bzw. das Universum schon dabei gedacht haben…

Wenn ich es buddhistisch betrachte, ist der jetzige Zustand, in dem ich mich befinde, das Ergebnis meiner Gedanken, Worte und Handlungen in der Vergangenheit. Und es stimmt: ich habe den Zustand, in dem ich mich jetzt befinde, selbst herbeigeführt. Ich bin allein dafür verantwortlich. Nicht die äußeren Umstände oder die Menschen, die mich in die Situation hereinbrachten (wie die Väter, in unserem Fall leiblicher und gefühlter Vater), sondern ich ganz allein. Was kann ich tun? Zuerst mal annehmen, dass es so ist wie es ist. Dann als nächsten Schritt kann ich verzeihen: den Menschen verzeihen und vor allem mir verzeihen. Ich verzeihe mir. Ich bin dankbar. Dankbar für alles, was ist. Für meine Herausforderungen, denn sie helfen mir, zu wachsen. Für meinen Sohn, denn er läßt mich die Welt durch seine Kinderaugen sehen. Für all die Konflikte mit den Menschen, denn sie haben mir geholfen, loszulassen. Und ich danke mir, dass ich immer wieder die Kraft und Liebe finde, weiterhin für mich und meinen Sohn da zu sein und nicht aufzugeben.

Ich liebe. Ich liebe meinen Sohn. Ich liebe alle, die mich unterstützen, wenn es mal wieder zu viel ist. Ich liebe auch alle, mit denen ich mich in Konflikten auseinandersetzen muss, denn sie helfen mir, ein Stück weiter zu mir selbst zu finden. Meinen Geist trainieren, Gefühle wie Wut, Missgunst, Eifersucht, Hass zu verringern. Ich liebe mich. Mit allen meinen Stärken und Schwächen. Liebe, denn sie ist das einzige, was zählt!!! Sie lässt uns weitermachen, neue Umstände zu schaffen, im kleinen wie im großen. Denn wir sind die Schöpfer unserer Welt!!!

Wenn wir freundlich, hilfsbereit, großzügig, liebevoll und einfühlsam mit unseren Mitmenschen, Tieren und der Natur umgehen, schaffen wir nicht nur für andere Momente des Glücks, sondern auch wir selbst werden Glück, Liebe und Harmonie erfahren und somit positive Umstände in unser Leben ziehen.

Herzliche Umarmung <3

Eure Annette

 

Ayurvedische Tagesroutine (Teil 2)

Nach der Darmentleerung gemäß Punkt 5 geht es weiter mit

6. Zahnpflege

Ayurveda empfiehlt, die Zähne mit kleinen Zweigen von Indischem Feigenbaum (Banyan), Indischer Buche (Karanja) sowie der Gerber-Akazie (Khadira). Sie haben einen zusammenziehenden, scharfen und bitteren Geschmack. Die Zähne sollten ohne Verletzung des Zahnfleischs gereinigt werden.

Ayurveda sagt auch, dass Menschen, die an Verdauungsstörungen, Erbrechen, Atemnot, Husten, Fieber, Gesichtslähmungen, Durst oder an Krankheiten am Herzen, Augen, Ohren und Kopf leiden, keine Zahnbürste benutzen sollten, sondern nur ein weiches Pulver oder Zahncreme. In ayurvedischen Zahncremes sind die oben genannten Inhaltsstoffe enthalten, z.B. Vicco Vajradanti.

Die traditionelle indische Zahnbürste ist ein Stück Holz des Neembaumes. Es entfernt kleine Nahrungsreste zwischen den Zähnen  und verhilft zu einem starken gesunden Zahnfleisch.

7. Zungenreinigung

Schabe leicht Deine Zunge von hinten nach vorne bis Du die ganze Oberfläche der Zunge für 7 bis 14 Male. Dies stimuliert die inneren Organe, unterstützt die Verdauung und entfernt abgestorbene Bakterien. Vata-Typen können einen Zungenschaber aus Gold, Pitta-Typen einen aus Silber und Kapha-Typen einen Zungenschaber aus Kupfer verwenden. Zungenschaber aus rostfreien Stahl können von allen Dosha-Typen benutzt werden.

8. Mundreinigung

Das Halten von Flüssigkeit im Mund nennt man Gandhusha. Das Halten und Gurgeln von Flüssigkeit im Mund nennt man Kavala.

Ayurveda empfiehlt folgenden Ablauf:

  • Gandhusha mit warmen Wasser für 1-2 Minuten

Kavala mit warmem Wasser für 1-2 Minuten

  • Gandhusha mit warmen Sesamöl für 1-2 Minuten.

Kavala mit warmen Sesamöl für 1-2 Minuten

  • Gandhusha mit warmen Wasser für 1-2 Minuten

Kavala mit warmen Wasser für 1-2 Minuten.

Gandhusha mit warmen Wasser entfernt zu viel Kapha und andere Unreinheiten im Mund.

Gandhusha mit Sesamöl stärkt die Stimme und die Zähne, schützt vor Zahnverfall und heilt Kopfschmerzen. Außerdem werden dadurch Wangenfalten vermindert.

9. Augenreinigung

Das Auge ist der Sitz von Pitta und ist auch empfänglich für Störungen, besonders von Kapha. Die Augensalbe Elaneer Kuzhambu sollte einmal wöchentlich verwendet werden, um Kapha aus dem Auge auszuleiten.

Ansonsten kann eine Augenreinigung durch das Belassen von etwas Ghee (für Vata- und Pitta-Typen) oder Honig (für Kapha-Typen) im Auge erfolgen. Reines Rosenwasser ist ideal für alle 3 Dosha-Typen.

10. Nasenreinigung

Ayurveda empfiehlt, 2-4 Tropfen warmes Öl in jedes Nasenloch zu geben. Dies befeuchtet die Nase, reinigt die Nebenhöhlen, verbessert die Stimme, die Sehkraft und die geistige Klarheit. Die Nase ist das Tor zum Gehirn, daher bewirkt die Ölung der Nase die Nährung des Lebensatems Prana und die Verbesserung der Intelligenz. Für Vata-Typen ist Sesamöl gut, für Pitta-Typen Kokos- oder Olivenöl und für Kapha-Typen Kalmusöl.

Ein besonderes ayurvedisches Öl für die Nasenreinigung (Nasya) ist Anu Thailam.

Du kannst 2 Tropfen Anu Thailam in jedes Nasenloch geben, am besten erwärmt. Es verhindert vorzeitiges Ergrauen der Haare, Glatzenbildung, frühzeitige Faltenbildung der Haut. Es stärkt den Nacken- und Schulterbereich und verhindert den Abbau der Gehirntätigkeit. Es dient zur Verjüngung.

11. Ölung des Körpers

Trage das warme Öl auf den Kopf und den gesamten Körper auf und massiere es sanft in die Haut ein. Dann dusche Dich mit heißem Wasser ab. Es ist besonders gut für diejenigen, die an Krankheiten des zentralen Nervensystems leiden. Das sind meistens Vata-Typen. Wenn Du keine Zeit hast, den ganzen Körper zu massieren, dann massiere mindestens den Kopf, die Ohren und die Füße.

Kopfmassage

Täglich eine sanfte Massage des Schädels macht Dich glücklicher, so Ayurveda. 🙂 Außerdem werden Kopfschmerzen, Haarausfall und Ergrauen der Haare verhindert.  Außerdem wird dadurch der Zellenabbau verzögert.

Ölung der Ohren

Die Ursache für Ohrgeräusche (Tinnitus), zu viel Ohrenschmalz, Hörminderung, liegt an Vata in den Ohren. 2-4 Tropfen warmes Sesamöl können bei diesen Symptomen helfen bzw. ihnen vorbeugen.

Ölung der Füße

Die Füße mit warmen Öl zu massieren hilft bei Schlafproblemen, verbessert die Sehkraft und macht die Haut weich. Es verhilft Dir auch zu einem langen Leben. 🙂

Öl für die verschiedenen Dosha-Typen:

Vata: warmes Sesamöl

Pitta: warmes Kokos- oder Olivenöl

Kapha: warmes Sonnenblumen- oder Senföl

Sesamöl ist für alle Dosha-Typen geeignet.

12. Bewegung

Regelmäßige Bewegung, insbesondere Yoga, verbessert den Kreislauf, die Kraft und Ausdauer. Bewegung hilft, sich danach zu entspannen und gut zu schlafen. Es verbessert die Verdauung und die Ausscheidung. Baue tägliche Bewegung in Deinen Tag ein bis zur Hälfte Deiner Leistungsfähigkeit (bis sich Schweiß auf Stirn, Achseln und Wirbelsäule bildet).

Vata: 12x langsamer Sonnengruß, Heben der Beine, Kamelposition, Kobraposition, Kuhposition

Pitta: 16x kraftvoller Mondgruß, Fischposition, Bootposition, Rollen auf der Wirbelsäule mit angezogenen Beinen, mit aufrechter Wirbelsäule nach vorne lehnen im Langsitz

Kapha: 12x schneller Sonnengruß, Pfauposition, Löweposition, Baumposition, Brückenposition

Nach der Bewegung sollten alle Körperteile sanft massiert werden (ohne Öl)

13. Baden

Ein Bad mit kaltem Wasser erfrischt und reinigt den Körper und Geist. Die Verdauungskraft Agni wird verstärkt und unheilsame Handlungen geheilt. Ein heißes Bad unterhalb des Nackens stärkt den Körper und heilt Vata-Erkrankungen. Heißes Wasser sollte nicht für den Kopf verwendet werden, da es ungesund für Augen und Haare ist.

Ein Bad bewirkt die Klarheit des Geistes und Göttlichkeit Deines Lebens.

14. Kleidung

Das Tragen sauberer Kleidung bringt Dir Schönheit und Tugend.

15. Parfum 

Der von natürlichen Düften, Ölen oder Parfum bewirkt Frische, Charme und Freude. Der Körper strahlt Vitalität aus und das Selbstwertgefühl verbessert sich.

Vata: Amberi Hina, ein Rosenöl

Pitta: Vetiver, Jasmin, Sandelholz

Kapha: Moschus, Amber, Lavendel

16. Atemübungen (Pranayama)

Sitze ruhig und mache folgende Atemübungen:

Vata: 12 Atemzüge durch jeweils ein Nasenloch

Pitta: 16 kühlende Shitali Atemzüge (rolle deine Zunge länglich ein und atme dann durch Deine Zunge

Kapha: 100 bhastrikas: kurze, schnelle Atemzüge durch die Nase

17. Meditation

Ayurveda empfiehlt eine Meditation am Morgen für mindestens 15 Minuten. Du kannst entweder auf dem Kissen oder auf dem Stuhl meditieren. Die Wirbelsäule sollte dabei aufgerichtet sein. Meditation bringt Dir Frieden und Gleichgewicht in Dein Leben.

AUM    AIM (Vata)    HREEM (Pitta)     KLEEM (Kapha)     YAM      NAMAHA

Rezitiere jedes Mantra für 10 Sekunden, zuerst das stärkste Dosha, dann das zweite und dann das letzte, gemäß Deiner Konstitution.

18. Essen

Leichtes Frühstück, volles Mittagessen, leichtes Abendessen

19. Schlaf

Schlaf ist ein Zustand des Bewusstseins, in dem die Sinnesorgane und der Geist sich von der täglichen Aktivität zurückziehen und der Körper entspannt.

Schlaf ist notwendig für Leben, Gesundheit und Konzentration. Er verbessert Agni und die sexuelle Energie. Schlaf bewirkt Heilung und Kraft für den Körper. Ein angemessener Schlaf bewirkt einen frischen, reinen und vitalen Körper und Geist. Die gesündeste Zeit zu Schlafen ist die Nacht.

Hinweis:

Gesundheit und Glück hängen auch stark von der geistigen Einstellung ab. Die Ausübung verschiedener Pflichten gemäß des Dharma ist ein sehr wichtiger Bestandteil der täglichen Routine. Glück ist nicht möglich ohne Erfüllung des Dharma. Dharma ist die rechte Art zu leben. Mitgefühl, Wohltätigkeit und Freundlichkeit bewirken einen friedvollen und ruhigen Geist. Das Nichttöten und Nichtverletzen anderer Lebewesen, weder körperlich noch geistig, wird als das wichtigste Dharma angesehen.

Meine 3 Tipps, wie Du mit Ayurveda ein Leben in Harmonie mit Dir selbst und Deinen Mitmenschen führen kannst

  1. Erkenne Deine Bedürfnisse

 

Als hochsensibler Mensch nimmst Du besonders viel (Quantität) und besonders intensiv (Qualität) wahr. Deine körpereigenen Wahrnehmungsfilter sind stark herabgesetzt, daher muss Dein Gehirn mehr Informationen, Reize und Eindrücke verarbeiten als bei Menschen mit stärkeren Wahrnehmungsfiltern. Daher ist es nur logisch, dass Du schneller unter Erschöpfung, Tinnitus, Schmerzzuständen, innere Unruhe leidest bis hin zu Ängsten und depressiven Phasen. Diese sind alles Symptome, die von einem Vata-Überschuss herrühren. Die Vata-Energie ist gekennzeichnet vom Luft- und Raumelement. Die Eigenschaften sind daher leicht, kühl, schnell, rau, diffus, sprunghaft. Vata entspricht dem Bewegungsprinzip.

Um Vata zu besänftigen, empfiehlt Ayurveda Dir eine regelmäßige und beständige Ernährungs- und Lebensweise. Der Tag sollte…

Möchtest Du mehr erfahren, dann trag Dich hier unten gleich in das Kontaktformular ein!!!:-)

Meditation für Hochsensible (Teil 2)

Viele hochsensible Menschen leiden an schneller Erschöpfung, depressiven Verstimmungen und Ängsten.

Dies rührt aus meiner Sicht vor allem aus der Reizüberflutung und der in der westlichen Welt vorherrschenden nach außen gerichteten Lebensweise. Vergnügungen und Befriedigung der Langeweile, inneren Leere und Unzufriedenheit werden oft in Konsumgütern, den zahlreichen Freizeitangeboten wie Kinos, Diskotheken, Konzerten, Festivals, Abenteuer- und Indoorspielplätzen etc. gesucht. Hier lautet die Devise: schneller, höher, weiter, mehr… Es fängt schon bei den Kindern an, die dieses oder jenes Playmobil oder Lego unbedingt haben müssen, weil es der beste Freund/ die beste Freundin auch hat. Später kommen dann die Klamotten oder Fahrgeräte dazu oder der tolle Freizeitpark. Bei den „Großen“ sind es dann auch neue Klamotten, der neueste 3D-Fernseher oder das neue Auto oder das tolle Haus!!! Werden die Wünsche erfüllt, stellt sich der gewünschte Glückszustand jedoch nur kurzfristig ein und ist nach ein paar Tagen wieder verflogen. Die Langeweile und Unzufriedenheit kommt wieder und das nächste Objekt der Begierde wird angepeilt. So befindet sich dieser nach außen gerichtete Mensch und damit eine ganze Gesellschaft, angefangen im Kindesalter, im Dauerstress. Wenn nun Selektierungsfilter im Geist fehlen oder stark herabgesetzt sind, wie das bei hochsensiblen Menschen der Fall ist, sind die oben angegebenen Symptome die natürliche Konsequenz.

Wenn Dir das bekannt vorkommt und Du auch unter Ängsten und Erschöpfungszuständen leidest, möchte ich Dir heute eine Meditation aus dem tibetischen Buddhismus vorstellen: die Meditation der Grünen Tara. Du musst kein Buddhist sein, um diese Meditation auszuüben, gehe nur mit etwas Offenheit heran und schaue, ob sich die Meditation gut für Dich anfühlt.

Die grüne Tara verkörpert das aktive Mitgefühl aller Buddhas und soll vor den acht Arten der Angst schützen. Desgleichen soll sie die ursprüngliche Weisheit vermehren und wird für ihre wunscherfüllenden Qualitäten gepriesen. Es wird ihr eine besondere Schnelligkeit bei der Erfüllung von Wünschen und dem Schutz vor Gefahren zugeschrieben, was durch ihre zum Aufstehen bereite Sitzhaltung symbolisiert wird. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Grüne_Tara)

Die acht Arten der Angst, die im tibetischen Buddhismus mit Symbolen ausgedrückt sind, entsprechen im Innern Stolz, Verblendung, Zorn, Neid, falsche Ansichten, Geiz, Begierde und Zweifel. Diese kann man auch in unsere Welt übertragen wie Versagens-, Existenzängste, die Angst vor dem Alleinsein oder vor Krankheit, Alter und Tod.

Übung:

Setz Dich mit aufrechtem Rücken entweder auf Dein Meditationskissen oder einen Stuhl, die Hände liegen mit nach oben geöffneten Handflächen, die rechte auf der linken in Deinem Schoß.

Atme dreimal tief ein und aus, wie in der Übung im 1. Teil dieses Beitrages. Lasse auftauchende Gedanken weiterziehen und konzentriere dich immer wieder auf Deinen Atem.

Nun stelle Dir ungefähr eine Elle über Deinem Kopf die grüne Silbe TAM vor. Dies ist die Silbe aus der Tara hervorgeht. Nun stelle Dir vor, wie Licht aus dem TAM ausstrahlt und alles Positive aus dem Universum und von erleuchteten Buddhas einsammelt. Dann entsteht aus dem TAM die Grüne Tara, die von allen Ängsten, Gefahren und Leiden befreit. Ihr Körper ist von blaugrüner Farbe, die rechte Hand in der Haltung der Freigebigkeit, die linke hält eine Utpalablume, eine Blume, die sich nur erleuchteten Wesen zeigt. Ihr linkes Bein ist angewinkelt und das rechte leicht ausgestreckt. Sie ist sofort bereit, Dir zu helfen.

Du kannst zu ihr sprechen: Oh edle Tara, Du große Befreierin, vor Dir verneige ich mich.

Dann rezitiere ihr Mantra:

OM TARE TUTTARE TURE SOHA

OM: Tara erwachter Körper, Rede und Geist

TARE: Befreiung von der bedingten Welt

TUTTARE: Zerstreuung der acht großen Ängste

TURE: Befreiung von allen körperlichen und geistigen Krankheiten 

SOHA: Ende des Mantras, Vollendung des Weges

Nachdem Du dieses so oft es Dir möglich ist, gesprochen oder gesungen hast, löst sich alles um Dich herum in die Grüne Tara auf. Dann löst sich die Grüne Tara in Licht auf und verschmilzt mit Dir. Du ruhst für eine Weile im gelassenen natürlichen Zustand des Geistes. Dann öffnest Du die Augen und kommst langsam wieder in Deinem Raum an.

Möge die Kraft der Grünen Tara auch Dir hilfreich zur Seite stehen. Mögest Du glücklich sein!

Ich empfehle Dir, diese Meditation regelmäßig zu üben und einfach zu schauen, ob und was sich verändert. Mir persönlich hat sie sehr geholfen, durch seelische Tiefen hindurch zu gehen und zu meinem Selbstwert und meiner Selbstliebe zu finden.

 

Mit Dank an Till Ahrens, der diese Meditation  zur richtigen Zeit in mein Leben brachte _(!)_

Meditation für Hochsensible (Teil 1)

In der Meditation verbinden wir uns mit unserem Bewusstsein. Wir achten dabei insbesondere auf unseren Atem, der als „Prana“ pure Lebensenergie ist.

Solange wir atmen, leben wir. 

Solange wir atmen, haben wir die Möglichkeit, unser Leben in eine positive Richtung zu lenken. 

Solange wir atmen, können wir uns entscheiden, ob wir jedem Gedankengang in unserem Kopf folgen oder ob wir eine ruhige und ausgeglichene Geisteshaltung erlangen wollen.

Durch Meditation lernen wir, uns zu entspannen, zur Ruhe zu kommen. Insbesondere Ängste und depressive Gemütszustände können durch Meditation verringert werden.

 

Übung:

Als Vorbereitung sorge für einen möglichst störungsfreien Raum: keine Klingel, kein Telefon, keine Unterbrechungen durch die Familie oder sonstige MitbewohnerInnen.

Setz Dich ruhig auf ein Meditationskissen (wenn Du eins hast) oder auf einen Stuhl. Wenn Du ein Meditationskissen hast, setze dich mit gekreuzten Beinen, das rechte vor dem linken oder aber im Kniesitz. Wenn Du auf dem Stuhl sitzt, sitze auf der vorderen Hälfte des Stuhls mit leicht geöffneten Beinen, beide Fußsohlen stehen fest verankert auf dem Boden.

Der Rücken ist gerade, das Kinn leicht angezogen. Die Hände ruhen mit nach oben geöffneten Handflächen im Schoß, die rechte ruht auf der linken.

Nun nimm 3 tiefe Atemzüge bis in den Bauch hinein, um bei Dir selbst anzukommen. Nimm wahr, wie der Atem durch die Nase einströmt und den Brustkorb und Bauchraum ausfüllt. Die Bauchdecke wölbt sich dabei leicht nach vorn. Halte einen Moment den Atem an, dann lässt Du den Atem wieder ausströmen und beobachte, was mit Deinem Körper passiert. Die Bauchdecke senkt sich wieder, der Brustkorb leert sich, die verbrauchte Luft gelangt wieder durch den leicht geöffneten Mund nach außen. Wiederhole diesen Vorgang noch ein paar Male und beobachte dabei Deinen Körper. Beim Einatmen gelangt frische Luft in Deine Körperzellen, beim Ausatmen gelangt verbrauchte Luft wieder nach außen.

Wenn die Aufmerksamkeit von Deinem Körper weg zu Deinen Gedanken geht, stelle es fest und lasse diese weiterziehen wie Wolken am Himmel, die sich ständig verändern und komme wieder sanft zurück zu Deinem Atem und Deinem Körper. Nehme wahr, was ist, vielleicht erlebst Du sogar eine Leichtigkeit und Frische in Deinem Geist.

Versuche dies täglich für ca. 3 bis 5 Minuten, nach und nach kannst Du Deine Meditationszeit ausweiten.

Im zweiten Teil werde ich eine buddhistisch orientierte Meditation vorstellen, die besonders dazu geeignet ist, die bei uns Hochsensiblen auftauchenden Ängste und geistigen Erschöpfungszustände zu verringern bzw. zu entfernen.