Meditation macht glücklich

Inzwischen sind schon wieder 10 Tage vergangen, seitdem der bekannte Meditationscoach Till Ahrens in Bad Vilbel war. Er gab im Therapiezentrum Köhler ein Einführungsseminar in die Meditation unter dem Thema „Leichtigkeit und Freude durch Meditation“. Auf einfache, direkte und humorvolle Weise gab er praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen vom Ankommen im Hier und Jetzt, über die achtsame Beobachtung der Körperempfindungen mit Hilfe des Atems bis hin zur Entwicklung von Liebe und Mitgefühl für sich, um diese dann im nächsten Schritt auf andere Menschen, Tiere, fühlende Wesen auszudehnen. So können leidvolle Erfahrungen, Schmerzen und schwierige Emotionen nach und nach umgewandelt und aufgelöst werden. Das Leben wird leichter vom psychischen Ballast, befreiter, wertschätzender, mitfühlender, liebevoller, glücklicher!!!! 🙂

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Till Ahrens

Schließlich haben wir die Meditation des Buddhas für Liebe und Mitgefühl, Chenrezig (tibetisch) oder Avolekiteshvara (Sanskrit) geübt, die aus dem tibetischen Buddhismus kommt. Wir visualisieren hierbei einen strahlend weißen Buddha, der Liebe und Mitgefühl in Form von weißem Licht aussendet und unser Herz damit füllt. Unser Herz wird hell und weit und von Liebe erfüllt. Während wir von seiner Energie erfüllt sind, rezitieren wir sein Mantra OM MANI PEME HUNG. 

Es bedeutet O DU JUWEL IN DER LOTUSBLÜTE. 

„OM“ der Urklang, repräsentiert den gereinigten Körper, Rede und Geist (Buddhas Körper, Rede und Geist). „MANI“ repräsentiert sein Juwel. „PEME“ repräsentiert die Lotusblüte (die Lotusblüte wächst aus dem Schlamm, aber kein Schlamm verunreinigt den Lotus). „HUNG“ repräsentiert den Wunsch, ein starkes Herz zu entwickeln. Ebenso steht es für die 84.000 Unterweisungen des Buddha. (Quelle:https://www.mount-kailash.com)

Dann lösen sich alle Lebewesen in der Visualisierung des Chenrezig auf, bis auch er sich auflöst und in uns verschmilzt.

Zum Abschluss hat Till Ahrens noch sein Meditationskartendeck „Glücklich durch Geistestraining – Die 59 Losungen aus dem tibetischen Buddhismus“ vorgestellt. Sie stammen vom tibetischen Meister Chekawa Yeshe Dorje zur Entwicklung eines offenen Herzens mit der Praxis von wohlwollender Güte und Mitgefühl. Die Karten dienen als Inspiration und Unterweisung für den Tag, um den Geist zu üben.

Wenn Du Interesse hast, kannst Du es unter mail@tillahrens.de bestellen.

Die TeilnehmerInnen und ich danken Dir für dieses freudig-leichte Seminar, lieber Till, und freuen uns, wenn Du mal wiederkommst. 🙂 

Ich selbst plane, einmal im Monat die Meditationsgruppe weiterzuführen und unser Herz in Liebe und Mitgefühl zu kultivieren. Nach den Herbstferien geht’s los… Einzelheiten gebe ich noch bekannt. 

Stärkung der Kinderseele

Seitdem die Schule angefangen hat, lasse ich meinen Sohn wieder verstärkt meine Inspirationskarten ziehen. Meistens werden es dann 3…;-) Ich lese sie ihm vor und er wiederholt sie dann dreimal… Das hilft ihm bei seinem herausfordernden Schultag. 

Möchtest Du sie auch für Dein(e) Kind(er) nutzen? Dann schau doch mal bei meinen Online-Produkten vorbei.

Alles Liebe für Dich und Dein Kind <3<3<3

Deine Annette

Der Weg des Buddha zu Zufriedenheit und Glück

Möchtest Du auch endlich innere Ruhe finden und in Frieden mit Dir und anderen sein? Es gibt einen Weg zu Zufriedenheit und Glück, den der Buddha vor über 2500 Jahren lehrte. Fernab von äußeren Umständen lässt sich mit Hilfe von Meditation die Quelle des bedingungslosen Glücks entdecken. Du kommst so wieder in Deine Mitte und lebst ein Leben voller Freude und Leichtigkeit.

Ich freue mich sehr, meinen langjährigen Meditationslehrer Till Ahrens am 01.09.18 in Bad Vilbel bei Frankfurt/ Main begrüßen zu können!!! 

Im Therapiezentrum Köhler in der Zeit von 15 bis 18 Uhr führt er für Anfänger und Übende in die Meditationspraxis der tibetisch-buddhistischen Tradition ein. 

Im Seminar werden einfache Meditationen und Methoden vorgestellt, mit denen Du schwierige Emotionen und leidvolle Erfahrungen auflösen kannst. 

Insbesondere werden wir die Tonglen-Meditation des „Gebens und Annehmens“ üben. Es handelt sich um eine Meditationstechnik aus dem tibetischen Buddhismus, die in Verbindung mit dem Atem und einer einfachen Visualisierung geübt wird.

Du lernst, mitfühlender mit anderen und auch mit Dir selbst umzugehen und schwierige Emotionen aufzulösen. So entsteht mehr Zufriedenheit und Glück.

Ort: Quellenstrasse 23, 61118 Bad Vilbel, im Therapiezentrum Köhler; Inklusive: Meditationstexte, Tee/Wasser/Kekse; Mitzubringen: Wenn möglich ein Meditationskissen (Es sind 8-10 Kissen und auch Stühle vorhanden); Kosten: 35,- €

Till Ahrens (45) lebt mit seiner taiwanesischen Frau RayIng (40), abwechselnd in seiner Geburtsstadt Hamburg und in Taipeh. Zur Meditation kam er 1995. Till Ahrens wurde in Indien, Nepal und Taiwan bei mehreren tibetischen Meistern zum Lehrer ausgebildet. Als Experte für Meditation ist Till Ahrens auch im Fernsehen und Radio gefragt, wo er bereits mehrfach auftrat. Info: www.tillahrens.de

Information und Anmeldung

Tel: 06101/ 9954666 oder Email: info@ayurtara.com

Wir freuen uns auf Dich!!! 🙂

Meditation – Fitnesstraining fürs Gehirn

Meditation steigert die innere Ruhe, das Selbstwertgefühl sowie die Verbundenheit mit mir und meiner Umwelt. Ich komme raus aus meiner Egozentriertheit, in der sich alles nur um mich und meine aktuellen Sorgen und Nöte dreht. Durch das bewusste Ein- und Ausatmen komme ich raus aus meinem persönlichen Gedankenkarussell und mehr in meinem Körper an. Wenn ich dem Atem bewußt folge, macht sich eine große Entspannung und Frieden in mir breit. In diesem Frieden breitet sich die Liebe als Herzenskraft immer weiter aus. Ich fühle mich leicht und glücklich, unabhängig von äußeren Faktoren oder Umständen. Die Gedanken wollen natürlich immer noch gesehen werden von meinem Geist, doch ich messe ihnen keine große Bedeutung bei. Sie kommen, hüpfen hin und her wie kleine Affen, die von Ast zu Ast zu springen und dann ziehen sie weiter bis zum nächsten „Gedankenäffchen“. So bleibe ich bei mir in meinem Körper, in meiner Herzenskraft. Ich spüre, wie sich Licht und Wärme der Liebe in meinem Körper ausdehnt. Auch die Grenzen meines physischen Körpers dehnen sich aus. Liebe strömt nun auch zu anderen Menschen. Die ich kenne, die ich nicht kenne… Ich bin erfüllt von Liebe, Mitgefühl, Glück… So entsteht Empathie, die Fähigkeit, sich in andere Menschen (oder auch Tiere) einzufühlen. Ich fühle mich verbunden, möchte durch meine Leiderfahrung nicht, dass andere Lebewesen leiden. Ich schicke Liebe, Zuversicht, Kraft und meine mir mögliche Unterstützung zu ihnen. Ohne dass für mich etwas davon verloren geht… Denn Liebe und Mitgefühl sind grenzenlos…

Die deutsche Hirnforscherin Tania Singer hat in ihren Studien nachgewiesen, dass Meditation die Friedfertigkeit, Aufmerksamkeit und das Sozialverhalten eines Menschen stärkt. Dies könne auch auf das Wirtschaftsleben einen guten Einfluss nehmen. Achtsamkeit und Mitgefühl unterstützt nicht nur eine gute Arbeitsatmosphäre der Mitarbeiter, sondern auch das Auftreten am Markt als sozial engagierter Arbeitgeber. Die Einbeziehung von mehr Menschlichkeit in unserem bestehenden System der Marktwirtschaft würde zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und -motivation der Mitarbeiter führen und einem Burnout oder anderen psychischen Erkrankungen aktiv vorbeugen. Durch regelmäßige Meditation im Arbeitsalltag, insbesondere in Überlastungsphasen, könnte dem aktiv entgegengewirkt werden.

Meditation öffnet den Geist.

Den ganzen Artikel kannst Du hier lesen.

 

Kennst Du Yasodhara?

Vielen von Euch ist die Geschichte von Prinz Siddharta bekannt, der indische Prinz, der von seinem Vater und seiner Ziehmutter von der Außenwelt und damit von allen leidvollen Erfahrungen abgeschirmt wurde. Als er dann das tatsächliche Leben bei einem Ausflug mit seinem Diener und Freund sah, war er zutiefst erschrocken und betroffen. Er sah Menschen, die aufgrund von Geburt, Krankheit, Alter, Tod leiden und großen Schmerz erfahren. Alles Situationen, die ihm bisher noch nicht begegnet sind. Über das Gesehene musste er lange nachdenken. Er traf dann den Entschluss, den Grund und einen Ausweg aus dem Leiden zu finden. Dafür musste er sein beschütztes Leben als Prinz im Palast und auch seine Familie, allen voran seine Frau Yasodhara und seinen neugeborenen Sohn Rahul verlassen. Er musste sich von seinem bisherigen Leben lösen, um in Entsagung und Einsamkeit zu meditieren, um den Weg zur Befreiung und Erleuchtung zu finden. 

Ich habe als lange alleinerziehende Mutter oft mit der Glaubwürdigkeit und Opferung Buddhas gehadert. Ich habe mich oft gefragt, wie Siddharta diesen Schritt gehen und seine geliebte Frau mit dem gemeinsamen neugeborenen Sohn allein lassen konnte. Denn er hat Yasodhara geliebt, sie waren schon als Kinder sehr gute Freunde und auch Wegbegleiter zu einem guten ethischen Leben. Ist es nicht egoistisch von Siddharta, dass er Yasodhara in diesem Zustand alleine lässt, ohne sich zu verabschieden? Ohne mit ihr gesprochen zu haben? Wie ging Yasodhara mit der Situation um?

Fakt ist: sie beide wollten den Weg zur Erleuchtung gehen, aber sie konnten ihn nicht zusammen gehen. 

Siddharta war nach dem Anblick des Leidens so geschockt, dass er sein behütetes Leben nicht mehr so weiterführen konnte. Wahrscheinlich befürchtete er, dass Yasodhara ihn zurückhalten würde und er sein Vorhaben nicht in die Tat umsetzen würde. Er mußte gehen, um seinen Weg zu einem Ausweg aus dem scheinbar endlosen Daseinskreislauf zu finden. Siddharta, der spätere Buddha Shakyamuni, wollte auch später zunächst keine Frauen in seiner Gemeinschaft (Sangha) haben. Er war der Ansicht, dass Frauen nicht das Potenzial dazu haben, den Zustand des Erwachens zu erlangen. Doch vermutlich war es vielmehr seine Befürchtung, Frauen könnten die Männer in einer gemischten Sangha von ihrem Erleuchtungsweg ablenken bzw. abhalten. Später akzeptierte er dann eine Sangha von Frauen, die sich aber etwas abseits von der Männer-Sangha bei seinen Reden aufhalten sollte.

Und Yasodhara? 

Yasodhara war am Boden zerstört. Ihr geliebter Ehemann und engster Vertrauter hat sie mit ihrem so lange erwünschtem Sohn Rahul allein gelassen? Warum hat er nichts gesagt? Warum hat er sie nicht eingeweiht? Warum mußte er diesen Weg alleine gehen? 

Tage- und wochenlang hat sie sich zurückgezogen und sich Ihrer Verzweiflung hingegeben. Auch um ihren Sohn konnte sie sich in der Zeit nicht selbst kümmern. Dies übernahm das Personal des Palastes bzw. Siddhartas Stiefmutter Pajapati, die Schwester seiner Mutter und 2. Ehefrau seines Vaters König Suddodana. Sie war es auch, die Yasodhara darin bestärkte, sowohl mit ihrer Trauer um den Verlust Siddhartas aber gleichzeitig mit liebevoller Stärke für ihren kleinen Sohn dazusein. Sie bildeten eine Gemeinschaft von Liebe, Mitgefühl und Verständnis für das eigene Leid, aber auch für das Leid der anderen. Sie waren füreinander da, hörten zu, hielten sich an den Händen, sendeten Liebe aus und beruhigten somit den Geist. Später kamen noch mehrere Frauen im Palast hinzu. Alle hatten sie ihr persönliches Leid erfahren. Somit erkannte Yasodhara, dass sie nicht allein in ihrem Schmerz war. Alle Menschen erfahren Leid und Schmerz und Verzweiflung. Durch ihren Kreis der Liebe und des Mitgefühls hat sich ein vertrauensvolles Band zwischen den Teilnehmerinnen geknüpft. Durch das Füreinanderdasein, die Meditationen der Aussendung von Liebe und Mitgefühl und die körperliche Nähe hat sich ein Gefühl der Verbundenheit entwickelt, mit dem sie ihre Leiderfahrungen verarbeiten und damit transformieren konnten in bloße Lebenserfahrungen, anhand derer sie zu Glück und Zufriedenheit finden. Nicht nur sie erleben leiden, sondern alle Menschen, ja sogar alle fühlenden Wesen auf dieser Welt. Durch die Gemeinschaft gehen sie ihren eigenen Weg zur Erleuchtung. In Fürsorge, Liebe und Mitgefühl für sich und andere. 

Yasodhara fand ihren Weg zur Erleuchtung in der Gemeinschaft, in der Sangha, indem sie geblieben ist, während Siddharta gehen musste, um seinen Weg zur Erleuchtung in Rückzug und Einsamkeit zu gehen.


Ich bin so berührt von Yasodhara`s Geschichte und so dankbar, dass mir in einem Café in Boudha, Kathmandu das Buch „The Buddhas Wife – The Path of Awakening Together“ von Janet Surrey und Samuel Shem in die Hände gefallen ist. 

Es ist so wichtig, für andere da zu sein! Gerade heute in der zunehmenden Vereinsamung unserer Gesellschaft. Das tut nicht nur anderen, sondern auch uns selbst gut! 

Wenn Dich Yasodhara`s Geschichte auch so berührt hat und Du weitere Impulse zu einem achtsamen gemeinschaftlichen Leben haben möchtest, dann trag Dich doch hier zu meinen regelmäßigen AyurImpulsen ein. 🙂 Ebenso freu ich mich über ein „Gefällt mir“ von Dir! 😉

Mutmacher und Seelenkraft für kleine und große Kinder

Passend zum ersten Neumond in diesem Jahr möchte ich Dir mein neues Online-Produkt vorstellen:

Inspiriert durch meinen Sohn (6), der es liebt, von meinen spirituellen Karten mit mir Botschaften für den Tag zu ziehen und zu lesen, kam ich auf die Idee, Achtsamkeitskarten für Kinder zu kreieren.

Die meisten Kartendecks sind doch eher auf Erwachsene ausgerichtet, womit Kinder noch nicht so viel anfangen können. Also, was tun? Ich habe mir eher außerhalb von einer bestimmten Religion stehende spirituelle Botschaften gewünscht, die die Achtsamkeit, das Selbstwertgefühl und das Vertrauen in die eigene Persönlichkeit des Kindes stärkt. Zugleich möchte ich Ruhe und Kreativität fördern. Und Freude!!! Kleine und große Kinder bekommen so viele Impulse und Anforderungen von außen und so wenig Möglichkeiten zur Entspannung, Ruhe, Achtsamkeit und wohlwollenden Umgang mit ihren Gefühlen. Verbunden mit Mandalabildern zum Ausmalen fördern die Karten den Zugang zur inneren Stimme.

Das e-book zum Ausdrucken umfasst 33 wunderschöne Mandalas zum Ausmalen mit jeweils einem Inspirationssatz für den Tag. So können Eltern und Kind über die Gefühlswelt des Kindes in Kontakt kommen und Kinder Achtsamkeit und Selbstreflexion üben.

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Wer nur die Karten möchte, kann diese postalisch im Visitenkartenformat aus stärkerem Papier bekommen.

Das e-book „Tägliche Inspirationen mit Mandalas zum Ausmalen für kleine und große Kinder“ gibt es für 14,- €, die Karten zum Ziehen mit kindgerechten Inspirationssätzen für 7,- €. Möchtest Du beide zusammen, kannst Du diese für 18,- € erwerben.

E-Book „Tägliche Inspirationen mit Mandalas zum Ausmalen für kleine und große Kinder“

Wunderschöne Mandalas zum Ausmalen mit kindgerechten Inspirationssätzen zur Schulung der Achtsamkeit und Selbstreflexion und Stärkung des Selbstwertgefühls, 36 Seiten

€14,00

Inspirationskarten für kleine und große Kinder

Inspirationssätze für kleine und große Kinder geben Mut, Kraft, innere Stärke und Freude für den Tag, 39 Karten als E-Cards zum Selbstausdrucken und Schneiden

€7,00

E-Book und Karten „Tägliche Inspirationen für kleine und große Kinder“

E-Book „Tägliche Inspirationen mit Mandalas zum Ausmalen für kleine und große Kinder“ (36 Seiten) zzgl. den Inspirationskarten (39 Karten) zum Selbstausdrucken und Schneiden

€18,00

 

Alles Liebe für Dein Kind!

Deine Annette

Ayurveda im Herbst

Der Sommer ist zu Ende und wir sind mit dem September im Herbst angekommen. Die Herbstzeit beginnt im Ayurveda Mitte September (Sarad Rithu) und dauert ungefähr bis Mitte November bevor der frühe Winter beginnt. Ihr ist aber noch die „Regenzeit“ vorgeschaltet (Varsha Rithu), die bereits Mitte Juli auf den ayurvedischen Sommer folgt. Diese Angaben aus den alten Schriften müssen aber sicherlich noch auf unsere nördliche Hemisphäre etwas angeglichen werden. Ich möchte mit meinen Ausführungen zur Regenzeit beginnen, da der Herbst dann darauf aufbaut.

Agni, das Verdauungsfeuer, ist bereits von der Trockenheit des Sommers geschwächt und verringert sich weiter in der Regenzeit. Jetzt wird es kälter, windig und nass. Alle drei Doshas erhöhen sich dadurch. Das Wasser wird schlammig und sauer, wenn sich der Regen mit der warmen Erde vermischt. Pitta vermehrt sich aufgrund der geschwächten Verdauung und dem Säuregehalt des Wassers in der Natur. Vata wird ebenfalls weiter erhöht durch die schwache Verdauungskraft, dem Säuregehalt der Atmosphäre und der Gasbildung in der Luft durch die Erde. Auch Kapha erhöht sich durch den Säuregehalt des Wassers. Daher erhöhen sich alle drei Doshas in dieser Zeit und beeinflussen sich gegenseitig, so dass viele Krankheiten aller drei Doshas entstehen. Dies ist eine schwierige Zeit für Körper und Geist und die Doshas sollten nun besonders beachtet werden. Abhängig vom täglichen Wetter sollte der individuelle Lebensstil und die Ernährung entsprechend angepasst werden. Im allgemeinen empfiehlt Ayurveda, auf kalte Getränke, Mittagsschlaf, sportliche Betätigungen, Sonnenbäder und Geschlechtsverkehr zu verzichten. Speisen und Getränke sollten mit Honig vermischt werden. An windigen, kalten und regnerischen Tagen wird empfohlen, saure, salzige und ölige Speisen zu sich zu nehmen, um Vata auszugleichen. Es wird auch empfohlen, Weizen, Reis, Öle, Suppen, vatareduzierende Tees (getrockneter Ingwer, Zimt, Fenchel) zu sich zu nehmen. Auch Getreidebreie und medizinische Weine können den Dosha-Ausgleich unterstützen. Jetzt ist auch die Zeit für ausgiebige Ölmassagen, Aromatherapie und Panchakarma, die ayurvedischen Reinigungskur. 

Im Herbst nun steigt Pitta weiter an aufgrund der plötzlichen Wärme der September- und Oktobersonne. Daher sollte Pitta weiter reduziert werden. Dies geschieht mit medizinischem Ghee (pittareduzierende Kräuter) sowie bitter, zusammenziehende und süße Speisen, die leicht verdaulich sind. 

Auch regelmäßige Abführungstage werden empfohlen. Außerdem kann man Sandelholzöl auftragen, mit Perlen versetztes Wasser trinken oder diese auf der Haut tragen. Zu vermeiden sind schwere Mahlzeiten, Speisen mit saurem Geschmack, öliges und fettiges Essen, Sonnenbäder, Mittagsschlaf sowie Alkohol und Zigaretten. 

Einen schöne Herbstzeit und sorge gut für Dich!

Alles Liebe und Om Shanti

Deine Annette

Ayurvedische Tagesroutine (Teil 2)

Nach der Darmentleerung gemäß Punkt 5 geht es weiter mit

6. Zahnpflege

Ayurveda empfiehlt, die Zähne mit kleinen Zweigen von Indischem Feigenbaum (Banyan), Indischer Buche (Karanja) sowie der Gerber-Akazie (Khadira). Sie haben einen zusammenziehenden, scharfen und bitteren Geschmack. Die Zähne sollten ohne Verletzung des Zahnfleischs gereinigt werden.

Ayurveda sagt auch, dass Menschen, die an Verdauungsstörungen, Erbrechen, Atemnot, Husten, Fieber, Gesichtslähmungen, Durst oder an Krankheiten am Herzen, Augen, Ohren und Kopf leiden, keine Zahnbürste benutzen sollten, sondern nur ein weiches Pulver oder Zahncreme. In ayurvedischen Zahncremes sind die oben genannten Inhaltsstoffe enthalten, z.B. Vicco Vajradanti.

Die traditionelle indische Zahnbürste ist ein Stück Holz des Neembaumes. Es entfernt kleine Nahrungsreste zwischen den Zähnen  und verhilft zu einem starken gesunden Zahnfleisch.

7. Zungenreinigung

Schabe leicht Deine Zunge von hinten nach vorne bis Du die ganze Oberfläche der Zunge für 7 bis 14 Male. Dies stimuliert die inneren Organe, unterstützt die Verdauung und entfernt abgestorbene Bakterien. Vata-Typen können einen Zungenschaber aus Gold, Pitta-Typen einen aus Silber und Kapha-Typen einen Zungenschaber aus Kupfer verwenden. Zungenschaber aus rostfreien Stahl können von allen Dosha-Typen benutzt werden.

8. Mundreinigung

Das Halten von Flüssigkeit im Mund nennt man Gandhusha. Das Halten und Gurgeln von Flüssigkeit im Mund nennt man Kavala.

Ayurveda empfiehlt folgenden Ablauf:

  • Gandhusha mit warmen Wasser für 1-2 Minuten

Kavala mit warmem Wasser für 1-2 Minuten

  • Gandhusha mit warmen Sesamöl für 1-2 Minuten.

Kavala mit warmen Sesamöl für 1-2 Minuten

  • Gandhusha mit warmen Wasser für 1-2 Minuten

Kavala mit warmen Wasser für 1-2 Minuten.

Gandhusha mit warmen Wasser entfernt zu viel Kapha und andere Unreinheiten im Mund.

Gandhusha mit Sesamöl stärkt die Stimme und die Zähne, schützt vor Zahnverfall und heilt Kopfschmerzen. Außerdem werden dadurch Wangenfalten vermindert.

9. Augenreinigung

Das Auge ist der Sitz von Pitta und ist auch empfänglich für Störungen, besonders von Kapha. Die Augensalbe Elaneer Kuzhambu sollte einmal wöchentlich verwendet werden, um Kapha aus dem Auge auszuleiten.

Ansonsten kann eine Augenreinigung durch das Belassen von etwas Ghee (für Vata- und Pitta-Typen) oder Honig (für Kapha-Typen) im Auge erfolgen. Reines Rosenwasser ist ideal für alle 3 Dosha-Typen.

10. Nasenreinigung

Ayurveda empfiehlt, 2-4 Tropfen warmes Öl in jedes Nasenloch zu geben. Dies befeuchtet die Nase, reinigt die Nebenhöhlen, verbessert die Stimme, die Sehkraft und die geistige Klarheit. Die Nase ist das Tor zum Gehirn, daher bewirkt die Ölung der Nase die Nährung des Lebensatems Prana und die Verbesserung der Intelligenz. Für Vata-Typen ist Sesamöl gut, für Pitta-Typen Kokos- oder Olivenöl und für Kapha-Typen Kalmusöl.

Ein besonderes ayurvedisches Öl für die Nasenreinigung (Nasya) ist Anu Thailam.

Du kannst 2 Tropfen Anu Thailam in jedes Nasenloch geben, am besten erwärmt. Es verhindert vorzeitiges Ergrauen der Haare, Glatzenbildung, frühzeitige Faltenbildung der Haut. Es stärkt den Nacken- und Schulterbereich und verhindert den Abbau der Gehirntätigkeit. Es dient zur Verjüngung.

11. Ölung des Körpers

Trage das warme Öl auf den Kopf und den gesamten Körper auf und massiere es sanft in die Haut ein. Dann dusche Dich mit heißem Wasser ab. Es ist besonders gut für diejenigen, die an Krankheiten des zentralen Nervensystems leiden. Das sind meistens Vata-Typen. Wenn Du keine Zeit hast, den ganzen Körper zu massieren, dann massiere mindestens den Kopf, die Ohren und die Füße.

Kopfmassage

Täglich eine sanfte Massage des Schädels macht Dich glücklicher, so Ayurveda. 🙂 Außerdem werden Kopfschmerzen, Haarausfall und Ergrauen der Haare verhindert.  Außerdem wird dadurch der Zellenabbau verzögert.

Ölung der Ohren

Die Ursache für Ohrgeräusche (Tinnitus), zu viel Ohrenschmalz, Hörminderung, liegt an Vata in den Ohren. 2-4 Tropfen warmes Sesamöl können bei diesen Symptomen helfen bzw. ihnen vorbeugen.

Ölung der Füße

Die Füße mit warmen Öl zu massieren hilft bei Schlafproblemen, verbessert die Sehkraft und macht die Haut weich. Es verhilft Dir auch zu einem langen Leben. 🙂

Öl für die verschiedenen Dosha-Typen:

Vata: warmes Sesamöl

Pitta: warmes Kokos- oder Olivenöl

Kapha: warmes Sonnenblumen- oder Senföl

Sesamöl ist für alle Dosha-Typen geeignet.

12. Bewegung

Regelmäßige Bewegung, insbesondere Yoga, verbessert den Kreislauf, die Kraft und Ausdauer. Bewegung hilft, sich danach zu entspannen und gut zu schlafen. Es verbessert die Verdauung und die Ausscheidung. Baue tägliche Bewegung in Deinen Tag ein bis zur Hälfte Deiner Leistungsfähigkeit (bis sich Schweiß auf Stirn, Achseln und Wirbelsäule bildet).

Vata: 12x langsamer Sonnengruß, Heben der Beine, Kamelposition, Kobraposition, Kuhposition

Pitta: 16x kraftvoller Mondgruß, Fischposition, Bootposition, Rollen auf der Wirbelsäule mit angezogenen Beinen, mit aufrechter Wirbelsäule nach vorne lehnen im Langsitz

Kapha: 12x schneller Sonnengruß, Pfauposition, Löweposition, Baumposition, Brückenposition

Nach der Bewegung sollten alle Körperteile sanft massiert werden (ohne Öl)

13. Baden

Ein Bad mit kaltem Wasser erfrischt und reinigt den Körper und Geist. Die Verdauungskraft Agni wird verstärkt und unheilsame Handlungen geheilt. Ein heißes Bad unterhalb des Nackens stärkt den Körper und heilt Vata-Erkrankungen. Heißes Wasser sollte nicht für den Kopf verwendet werden, da es ungesund für Augen und Haare ist.

Ein Bad bewirkt die Klarheit des Geistes und Göttlichkeit Deines Lebens.

14. Kleidung

Das Tragen sauberer Kleidung bringt Dir Schönheit und Tugend.

15. Parfum 

Der von natürlichen Düften, Ölen oder Parfum bewirkt Frische, Charme und Freude. Der Körper strahlt Vitalität aus und das Selbstwertgefühl verbessert sich.

Vata: Amberi Hina, ein Rosenöl

Pitta: Vetiver, Jasmin, Sandelholz

Kapha: Moschus, Amber, Lavendel

16. Atemübungen (Pranayama)

Sitze ruhig und mache folgende Atemübungen:

Vata: 12 Atemzüge durch jeweils ein Nasenloch

Pitta: 16 kühlende Shitali Atemzüge (rolle deine Zunge länglich ein und atme dann durch Deine Zunge

Kapha: 100 bhastrikas: kurze, schnelle Atemzüge durch die Nase

17. Meditation

Ayurveda empfiehlt eine Meditation am Morgen für mindestens 15 Minuten. Du kannst entweder auf dem Kissen oder auf dem Stuhl meditieren. Die Wirbelsäule sollte dabei aufgerichtet sein. Meditation bringt Dir Frieden und Gleichgewicht in Dein Leben.

AUM    AIM (Vata)    HREEM (Pitta)     KLEEM (Kapha)     YAM      NAMAHA

Rezitiere jedes Mantra für 10 Sekunden, zuerst das stärkste Dosha, dann das zweite und dann das letzte, gemäß Deiner Konstitution.

18. Essen

Leichtes Frühstück, volles Mittagessen, leichtes Abendessen

19. Schlaf

Schlaf ist ein Zustand des Bewusstseins, in dem die Sinnesorgane und der Geist sich von der täglichen Aktivität zurückziehen und der Körper entspannt.

Schlaf ist notwendig für Leben, Gesundheit und Konzentration. Er verbessert Agni und die sexuelle Energie. Schlaf bewirkt Heilung und Kraft für den Körper. Ein angemessener Schlaf bewirkt einen frischen, reinen und vitalen Körper und Geist. Die gesündeste Zeit zu Schlafen ist die Nacht.

Hinweis:

Gesundheit und Glück hängen auch stark von der geistigen Einstellung ab. Die Ausübung verschiedener Pflichten gemäß des Dharma ist ein sehr wichtiger Bestandteil der täglichen Routine. Glück ist nicht möglich ohne Erfüllung des Dharma. Dharma ist die rechte Art zu leben. Mitgefühl, Wohltätigkeit und Freundlichkeit bewirken einen friedvollen und ruhigen Geist. Das Nichttöten und Nichtverletzen anderer Lebewesen, weder körperlich noch geistig, wird als das wichtigste Dharma angesehen.