Meditation macht glücklich

Inzwischen sind schon wieder 10 Tage vergangen, seitdem der bekannte Meditationscoach Till Ahrens in Bad Vilbel war. Er gab im Therapiezentrum Köhler ein Einführungsseminar in die Meditation unter dem Thema „Leichtigkeit und Freude durch Meditation“. Auf einfache, direkte und humorvolle Weise gab er praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen vom Ankommen im Hier und Jetzt, über die achtsame Beobachtung der Körperempfindungen mit Hilfe des Atems bis hin zur Entwicklung von Liebe und Mitgefühl für sich, um diese dann im nächsten Schritt auf andere Menschen, Tiere, fühlende Wesen auszudehnen. So können leidvolle Erfahrungen, Schmerzen und schwierige Emotionen nach und nach umgewandelt und aufgelöst werden. Das Leben wird leichter vom psychischen Ballast, befreiter, wertschätzender, mitfühlender, liebevoller, glücklicher!!!! 🙂

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Till Ahrens

Schließlich haben wir die Meditation des Buddhas für Liebe und Mitgefühl, Chenrezig (tibetisch) oder Avolekiteshvara (Sanskrit) geübt, die aus dem tibetischen Buddhismus kommt. Wir visualisieren hierbei einen strahlend weißen Buddha, der Liebe und Mitgefühl in Form von weißem Licht aussendet und unser Herz damit füllt. Unser Herz wird hell und weit und von Liebe erfüllt. Während wir von seiner Energie erfüllt sind, rezitieren wir sein Mantra OM MANI PEME HUNG. 

Es bedeutet O DU JUWEL IN DER LOTUSBLÜTE. 

„OM“ der Urklang, repräsentiert den gereinigten Körper, Rede und Geist (Buddhas Körper, Rede und Geist). „MANI“ repräsentiert sein Juwel. „PEME“ repräsentiert die Lotusblüte (die Lotusblüte wächst aus dem Schlamm, aber kein Schlamm verunreinigt den Lotus). „HUNG“ repräsentiert den Wunsch, ein starkes Herz zu entwickeln. Ebenso steht es für die 84.000 Unterweisungen des Buddha. (Quelle:https://www.mount-kailash.com)

Dann lösen sich alle Lebewesen in der Visualisierung des Chenrezig auf, bis auch er sich auflöst und in uns verschmilzt.

Zum Abschluss hat Till Ahrens noch sein Meditationskartendeck „Glücklich durch Geistestraining – Die 59 Losungen aus dem tibetischen Buddhismus“ vorgestellt. Sie stammen vom tibetischen Meister Chekawa Yeshe Dorje zur Entwicklung eines offenen Herzens mit der Praxis von wohlwollender Güte und Mitgefühl. Die Karten dienen als Inspiration und Unterweisung für den Tag, um den Geist zu üben.

Wenn Du Interesse hast, kannst Du es unter mail@tillahrens.de bestellen.

Die TeilnehmerInnen und ich danken Dir für dieses freudig-leichte Seminar, lieber Till, und freuen uns, wenn Du mal wiederkommst. 🙂 

Ich selbst plane, einmal im Monat die Meditationsgruppe weiterzuführen und unser Herz in Liebe und Mitgefühl zu kultivieren. Nach den Herbstferien geht’s los… Einzelheiten gebe ich noch bekannt. 

Ayurvedische Empfehlungen für den Winter

Mittlerweile sind wir nun schon im Hemanta, dem ayurvedischen frühen Winter, angekommen. Er läuft bis zum 21.12., dann geht er in den späten Winter, Shishira, über und hält bis 21.02. des Folgejahres an.

In dieser Zeit ist das Verdauungsfeuer Agni sehr hoch, so dass schwerere Nahrungsmittel besser verdaut werden können. Essen wir nicht genügend oder in sehr leichter Qualität, kann es passieren, dass Agni unsere Dhatus aufzehrt und das Vata-Dosha ansteigt. Daher sollten Nahrungsmittel und Verhaltensweisen, die Vata erhöhen, vermieden werden.

  • Iss keine leichten Nahrungsmittel
  • Nimm keine kalte, scharfe, bittere und zusammenziehende Nahrungsmittel und Getränke zu Dir.
  • Gut ist eine Kapha aufbauende Ernährung. Zu empfehlen sind also süße, saure, salzige und ölig-fettende Nahrungsmittel. Rohrzucker, Honig, Reis, Öle, Ghee, heißes Wasser und Milch sorgen für ein langes Leben.
  • Halte Dich nicht lange im kalten Wind auf, bleib stattdessen zu Hause.
  • Trage warme Kleidung
  • Empfohlen wird Abhyanga (Ganzkörpermassage mit warmen Öl) und Schwitztherapien (Sauna)
  • Es ist die beste Zeit für sexuelle Aktivitäten nach Ayurveda.

Im späten Winter, Shishara, sorgen Wind, Wolken und Regen für Kälte und Feuchtigkeit. Damit reichert sich immer mehr Kapha in der Natur und dem Körper an. Pitta ist jetzt ausgeglichen. Jetzt beginnt auch die nordwärtige Bewegung der Sonne und bewirkt die Dehydration der Natur. Der Wind verringert nun immer mehr unsere Kraftreserven.

Und hier noch eine nährende 

soup-23469_640Wintersuppe für Dich:

Du brauchst:

1 Sellerieknolle, 1 Kohlrabi, 1 Blumenkohl, 5-6 Kartoffeln, 2-3 EL Ghee, 1 TL Bockshornkleesamen, 1 TL schwarze Senfsaat, 1 TL Kreuzkümmel, 5-6 cm frischen Ingwer, 2 Gemüsezwiebeln, Gemüsewürfel oder pulverisierte Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, 1 TL Muskat, 1 frische Chili oder 2 kleine getrocknete Chili 

  • Schäle, wasche und würfle die Sellerie, Kohlrabi und die Kartoffeln, den Blumenkohl schneidest Du in feine Röschen.
  • Das Ghee lässt Du bei mittlerer Hitze in einem Topf schmelzen. Dazu gibst Du die Gewürze und röstest sie im Ghee an.
  • Den Ingwer schälst du dünn ab, hackst ihn in kleine Würfel und dünstest ihn im Ghee an.
  • Die Gemüsezwiebeln schälst Du und schneidest sie in halbe Ringe, die Du zum Ghee dazugibst und glasig dünstest.
  • Dann gibst Du die Gemüsebrühe dazu, lässt sie im Gewürzsud anbraten und lässt sie bei geringerer Hitze köcheln.
  • Gib nun Salz, Pfeffer, Muskat und Chili dazu.
  • Dann kommt das geschnittene Gemüse in den Topf, bei Bedarf gibst Du etwas warmes Wasser dazu. 

Wenn das Gemüse fast gar ist, stelle den Herd aus und lass die Suppe noch 5-10 Minuten nachziehen, bevor Du sie pürierst.

Anschließend kannst Du sie noch mit gehackter Kresse und Blattpetersilie garnieren.

 

Noch mehr Rezepte gibt es in meinem e-book „Ernährung nach Ayurveda für hochsensible Menschen“. Schau doch mal auf die Seite Meine Angebote.

 

Ich wünsche Dir noch eine schöne Adventszeit, ein schönes Fest und einen guten Ausklang dieses Jahres.santa-claus-2899291_640

Alles Liebe und Om Shanti

Annette

Meditation für Hochsensible (Teil 1)

In der Meditation verbinden wir uns mit unserem Bewusstsein. Wir achten dabei insbesondere auf unseren Atem, der als „Prana“ pure Lebensenergie ist.

Solange wir atmen, leben wir. 

Solange wir atmen, haben wir die Möglichkeit, unser Leben in eine positive Richtung zu lenken. 

Solange wir atmen, können wir uns entscheiden, ob wir jedem Gedankengang in unserem Kopf folgen oder ob wir eine ruhige und ausgeglichene Geisteshaltung erlangen wollen.

Durch Meditation lernen wir, uns zu entspannen, zur Ruhe zu kommen. Insbesondere Ängste und depressive Gemütszustände können durch Meditation verringert werden.

 

Übung:

Als Vorbereitung sorge für einen möglichst störungsfreien Raum: keine Klingel, kein Telefon, keine Unterbrechungen durch die Familie oder sonstige MitbewohnerInnen.

Setz Dich ruhig auf ein Meditationskissen (wenn Du eins hast) oder auf einen Stuhl. Wenn Du ein Meditationskissen hast, setze dich mit gekreuzten Beinen, das rechte vor dem linken oder aber im Kniesitz. Wenn Du auf dem Stuhl sitzt, sitze auf der vorderen Hälfte des Stuhls mit leicht geöffneten Beinen, beide Fußsohlen stehen fest verankert auf dem Boden.

Der Rücken ist gerade, das Kinn leicht angezogen. Die Hände ruhen mit nach oben geöffneten Handflächen im Schoß, die rechte ruht auf der linken.

Nun nimm 3 tiefe Atemzüge bis in den Bauch hinein, um bei Dir selbst anzukommen. Nimm wahr, wie der Atem durch die Nase einströmt und den Brustkorb und Bauchraum ausfüllt. Die Bauchdecke wölbt sich dabei leicht nach vorn. Halte einen Moment den Atem an, dann lässt Du den Atem wieder ausströmen und beobachte, was mit Deinem Körper passiert. Die Bauchdecke senkt sich wieder, der Brustkorb leert sich, die verbrauchte Luft gelangt wieder durch den leicht geöffneten Mund nach außen. Wiederhole diesen Vorgang noch ein paar Male und beobachte dabei Deinen Körper. Beim Einatmen gelangt frische Luft in Deine Körperzellen, beim Ausatmen gelangt verbrauchte Luft wieder nach außen.

Wenn die Aufmerksamkeit von Deinem Körper weg zu Deinen Gedanken geht, stelle es fest und lasse diese weiterziehen wie Wolken am Himmel, die sich ständig verändern und komme wieder sanft zurück zu Deinem Atem und Deinem Körper. Nehme wahr, was ist, vielleicht erlebst Du sogar eine Leichtigkeit und Frische in Deinem Geist.

Versuche dies täglich für ca. 3 bis 5 Minuten, nach und nach kannst Du Deine Meditationszeit ausweiten.

Im zweiten Teil werde ich eine buddhistisch orientierte Meditation vorstellen, die besonders dazu geeignet ist, die bei uns Hochsensiblen auftauchenden Ängste und geistigen Erschöpfungszustände zu verringern bzw. zu entfernen.