Buddhistischer Adventskalender

Nun gehen wir schon durch das 14. Türchen.

14. Dezember

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Passend zum heutigen Impuls möchte ich Dich auf meine schönen Produkte aus meinem Shop hinweisen. Bis zum 24.12. habe ich noch einige Angebote auf die Produkte aus Nepal. Suchst Du noch Geschenke? Dann freue ich mich, wenn Du mal vorbeischaust 🙂

Kennst Du Yasodhara?

Vielen von Euch ist die Geschichte von Prinz Siddharta bekannt, der indische Prinz, der von seinem Vater und seiner Ziehmutter von der Außenwelt und damit von allen leidvollen Erfahrungen abgeschirmt wurde. Als er dann das tatsächliche Leben bei einem Ausflug mit seinem Diener und Freund sah, war er zutiefst erschrocken und betroffen. Er sah Menschen, die aufgrund von Geburt, Krankheit, Alter, Tod leiden und großen Schmerz erfahren. Alles Situationen, die ihm bisher noch nicht begegnet sind. Über das Gesehene musste er lange nachdenken. Er traf dann den Entschluss, den Grund und einen Ausweg aus dem Leiden zu finden. Dafür musste er sein beschütztes Leben als Prinz im Palast und auch seine Familie, allen voran seine Frau Yasodhara und seinen neugeborenen Sohn Rahul verlassen. Er musste sich von seinem bisherigen Leben lösen, um in Entsagung und Einsamkeit zu meditieren, um den Weg zur Befreiung und Erleuchtung zu finden. 

Ich habe als lange alleinerziehende Mutter oft mit der Glaubwürdigkeit und Opferung Buddhas gehadert. Ich habe mich oft gefragt, wie Siddharta diesen Schritt gehen und seine geliebte Frau mit dem gemeinsamen neugeborenen Sohn allein lassen konnte. Denn er hat Yasodhara geliebt, sie waren schon als Kinder sehr gute Freunde und auch Wegbegleiter zu einem guten ethischen Leben. Ist es nicht egoistisch von Siddharta, dass er Yasodhara in diesem Zustand alleine lässt, ohne sich zu verabschieden? Ohne mit ihr gesprochen zu haben? Wie ging Yasodhara mit der Situation um?

Fakt ist: sie beide wollten den Weg zur Erleuchtung gehen, aber sie konnten ihn nicht zusammen gehen. 

Siddharta war nach dem Anblick des Leidens so geschockt, dass er sein behütetes Leben nicht mehr so weiterführen konnte. Wahrscheinlich befürchtete er, dass Yasodhara ihn zurückhalten würde und er sein Vorhaben nicht in die Tat umsetzen würde. Er mußte gehen, um seinen Weg zu einem Ausweg aus dem scheinbar endlosen Daseinskreislauf zu finden. Siddharta, der spätere Buddha Shakyamuni, wollte auch später zunächst keine Frauen in seiner Gemeinschaft (Sangha) haben. Er war der Ansicht, dass Frauen nicht das Potenzial dazu haben, den Zustand des Erwachens zu erlangen. Doch vermutlich war es vielmehr seine Befürchtung, Frauen könnten die Männer in einer gemischten Sangha von ihrem Erleuchtungsweg ablenken bzw. abhalten. Später akzeptierte er dann eine Sangha von Frauen, die sich aber etwas abseits von der Männer-Sangha bei seinen Reden aufhalten sollte.

Und Yasodhara? 

Yasodhara war am Boden zerstört. Ihr geliebter Ehemann und engster Vertrauter hat sie mit ihrem so lange erwünschtem Sohn Rahul allein gelassen? Warum hat er nichts gesagt? Warum hat er sie nicht eingeweiht? Warum mußte er diesen Weg alleine gehen? 

Tage- und wochenlang hat sie sich zurückgezogen und sich Ihrer Verzweiflung hingegeben. Auch um ihren Sohn konnte sie sich in der Zeit nicht selbst kümmern. Dies übernahm das Personal des Palastes bzw. Siddhartas Stiefmutter Pajapati, die Schwester seiner Mutter und 2. Ehefrau seines Vaters König Suddodana. Sie war es auch, die Yasodhara darin bestärkte, sowohl mit ihrer Trauer um den Verlust Siddhartas aber gleichzeitig mit liebevoller Stärke für ihren kleinen Sohn dazusein. Sie bildeten eine Gemeinschaft von Liebe, Mitgefühl und Verständnis für das eigene Leid, aber auch für das Leid der anderen. Sie waren füreinander da, hörten zu, hielten sich an den Händen, sendeten Liebe aus und beruhigten somit den Geist. Später kamen noch mehrere Frauen im Palast hinzu. Alle hatten sie ihr persönliches Leid erfahren. Somit erkannte Yasodhara, dass sie nicht allein in ihrem Schmerz war. Alle Menschen erfahren Leid und Schmerz und Verzweiflung. Durch ihren Kreis der Liebe und des Mitgefühls hat sich ein vertrauensvolles Band zwischen den Teilnehmerinnen geknüpft. Durch das Füreinanderdasein, die Meditationen der Aussendung von Liebe und Mitgefühl und die körperliche Nähe hat sich ein Gefühl der Verbundenheit entwickelt, mit dem sie ihre Leiderfahrungen verarbeiten und damit transformieren konnten in bloße Lebenserfahrungen, anhand derer sie zu Glück und Zufriedenheit finden. Nicht nur sie erleben leiden, sondern alle Menschen, ja sogar alle fühlenden Wesen auf dieser Welt. Durch die Gemeinschaft gehen sie ihren eigenen Weg zur Erleuchtung. In Fürsorge, Liebe und Mitgefühl für sich und andere. 

Yasodhara fand ihren Weg zur Erleuchtung in der Gemeinschaft, in der Sangha, indem sie geblieben ist, während Siddharta gehen musste, um seinen Weg zur Erleuchtung in Rückzug und Einsamkeit zu gehen.


Ich bin so berührt von Yasodhara`s Geschichte und so dankbar, dass mir in einem Café in Boudha, Kathmandu das Buch „The Buddhas Wife – The Path of Awakening Together“ von Janet Surrey und Samuel Shem in die Hände gefallen ist. 

Es ist so wichtig, für andere da zu sein! Gerade heute in der zunehmenden Vereinsamung unserer Gesellschaft. Das tut nicht nur anderen, sondern auch uns selbst gut! 

Wenn Dich Yasodhara`s Geschichte auch so berührt hat und Du weitere Impulse zu einem achtsamen gemeinschaftlichen Leben haben möchtest, dann trag Dich doch hier zu meinen regelmäßigen AyurImpulsen ein. 🙂 Ebenso freu ich mich über ein „Gefällt mir“ von Dir! 😉

Buddha für Kinder

Wow, vielen Dank für Eure Unterstützung!!! Ich habe mich so über Eure positiven Rückmeldungen und Käufe gefreut!

Ich selbst finde es so wertvoll, die Achtsamkeit und das Mitgefühl für sich und andere schon im Kindesalter zu stärken. So oft höre und lese  ich von Ängsten und Depressionen/ Burnout von Kindern bzw. Jugendlichen. Kinder werden schon so früh zu Maschinen gemacht, die in unserer Gesellschaft funktionieren sollen. Es wird ein Idealbild als Norm kreiert, dass die wenigsten von uns erreichen. Die Reaktionen sind insbesondere bei Kindern Rebellion oder Rückzug bzw. Ablehnung seiner eigenen Persönlichkeit. Beide führen letztendlich dazu, dass sie sich nicht gesehen fühlen und unglücklich sind. So ging es mir in meiner Kindheit auch.

Damit sich Kinder in ihrer Persönlichkeit und ihrem Selbstwertgefühl positiv entwickeln können, habe ich diese Karten als tägliche Inspiration aus meinem Herzen heraus entworfen.

Das ganze Kartendeck kannst Du als pdf zum Download zum Drucken und Selberschneiden oder als fertig gedruckte Karten im Visitenkartenformat und -qualität hier bestellen:

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Möge jedes Kind glücklich sein.

Möge kein Kind leiden.

Möge jedes Kind ein Leben voller Freude haben.