Der Weg des Buddha zu Zufriedenheit und Glück

Möchtest Du auch endlich innere Ruhe finden und in Frieden mit Dir und anderen sein? Es gibt einen Weg zu Zufriedenheit und Glück, den der Buddha vor über 2500 Jahren lehrte. Fernab von äußeren Umständen lässt sich mit Hilfe von Meditation die Quelle des bedingungslosen Glücks entdecken. Du kommst so wieder in Deine Mitte und lebst ein Leben voller Freude und Leichtigkeit.

Ich freue mich sehr, meinen langjährigen Meditationslehrer Till Ahrens am 01.09.18 in Bad Vilbel bei Frankfurt/ Main begrüßen zu können!!! 

Im Therapiezentrum Köhler in der Zeit von 15 bis 18 Uhr führt er für Anfänger und Übende in die Meditationspraxis der tibetisch-buddhistischen Tradition ein. 

Im Seminar werden einfache Meditationen und Methoden vorgestellt, mit denen Du schwierige Emotionen und leidvolle Erfahrungen auflösen kannst. 

Insbesondere werden wir die Tonglen-Meditation des „Gebens und Annehmens“ üben. Es handelt sich um eine Meditationstechnik aus dem tibetischen Buddhismus, die in Verbindung mit dem Atem und einer einfachen Visualisierung geübt wird.

Du lernst, mitfühlender mit anderen und auch mit Dir selbst umzugehen und schwierige Emotionen aufzulösen. So entsteht mehr Zufriedenheit und Glück.

Ort: Quellenstrasse 23, 61118 Bad Vilbel, im Therapiezentrum Köhler; Inklusive: Meditationstexte, Tee/Wasser/Kekse; Mitzubringen: Wenn möglich ein Meditationskissen (Es sind 8-10 Kissen und auch Stühle vorhanden); Kosten: 35,- €

Till Ahrens (45) lebt mit seiner taiwanesischen Frau RayIng (40), abwechselnd in seiner Geburtsstadt Hamburg und in Taipeh. Zur Meditation kam er 1995. Till Ahrens wurde in Indien, Nepal und Taiwan bei mehreren tibetischen Meistern zum Lehrer ausgebildet. Als Experte für Meditation ist Till Ahrens auch im Fernsehen und Radio gefragt, wo er bereits mehrfach auftrat. Info: www.tillahrens.de

Information und Anmeldung

Tel: 06101/ 9954666 oder Email: info@ayurtara.com

Wir freuen uns auf Dich!!! 🙂

Kennst Du Yasodhara?

Vielen von Euch ist die Geschichte von Prinz Siddharta bekannt, der indische Prinz, der von seinem Vater und seiner Ziehmutter von der Außenwelt und damit von allen leidvollen Erfahrungen abgeschirmt wurde. Als er dann das tatsächliche Leben bei einem Ausflug mit seinem Diener und Freund sah, war er zutiefst erschrocken und betroffen. Er sah Menschen, die aufgrund von Geburt, Krankheit, Alter, Tod leiden und großen Schmerz erfahren. Alles Situationen, die ihm bisher noch nicht begegnet sind. Über das Gesehene musste er lange nachdenken. Er traf dann den Entschluss, den Grund und einen Ausweg aus dem Leiden zu finden. Dafür musste er sein beschütztes Leben als Prinz im Palast und auch seine Familie, allen voran seine Frau Yasodhara und seinen neugeborenen Sohn Rahul verlassen. Er musste sich von seinem bisherigen Leben lösen, um in Entsagung und Einsamkeit zu meditieren, um den Weg zur Befreiung und Erleuchtung zu finden. 

Ich habe als lange alleinerziehende Mutter oft mit der Glaubwürdigkeit und Opferung Buddhas gehadert. Ich habe mich oft gefragt, wie Siddharta diesen Schritt gehen und seine geliebte Frau mit dem gemeinsamen neugeborenen Sohn allein lassen konnte. Denn er hat Yasodhara geliebt, sie waren schon als Kinder sehr gute Freunde und auch Wegbegleiter zu einem guten ethischen Leben. Ist es nicht egoistisch von Siddharta, dass er Yasodhara in diesem Zustand alleine lässt, ohne sich zu verabschieden? Ohne mit ihr gesprochen zu haben? Wie ging Yasodhara mit der Situation um?

Fakt ist: sie beide wollten den Weg zur Erleuchtung gehen, aber sie konnten ihn nicht zusammen gehen. 

Siddharta war nach dem Anblick des Leidens so geschockt, dass er sein behütetes Leben nicht mehr so weiterführen konnte. Wahrscheinlich befürchtete er, dass Yasodhara ihn zurückhalten würde und er sein Vorhaben nicht in die Tat umsetzen würde. Er mußte gehen, um seinen Weg zu einem Ausweg aus dem scheinbar endlosen Daseinskreislauf zu finden. Siddharta, der spätere Buddha Shakyamuni, wollte auch später zunächst keine Frauen in seiner Gemeinschaft (Sangha) haben. Er war der Ansicht, dass Frauen nicht das Potenzial dazu haben, den Zustand des Erwachens zu erlangen. Doch vermutlich war es vielmehr seine Befürchtung, Frauen könnten die Männer in einer gemischten Sangha von ihrem Erleuchtungsweg ablenken bzw. abhalten. Später akzeptierte er dann eine Sangha von Frauen, die sich aber etwas abseits von der Männer-Sangha bei seinen Reden aufhalten sollte.

Und Yasodhara? 

Yasodhara war am Boden zerstört. Ihr geliebter Ehemann und engster Vertrauter hat sie mit ihrem so lange erwünschtem Sohn Rahul allein gelassen? Warum hat er nichts gesagt? Warum hat er sie nicht eingeweiht? Warum mußte er diesen Weg alleine gehen? 

Tage- und wochenlang hat sie sich zurückgezogen und sich Ihrer Verzweiflung hingegeben. Auch um ihren Sohn konnte sie sich in der Zeit nicht selbst kümmern. Dies übernahm das Personal des Palastes bzw. Siddhartas Stiefmutter Pajapati, die Schwester seiner Mutter und 2. Ehefrau seines Vaters König Suddodana. Sie war es auch, die Yasodhara darin bestärkte, sowohl mit ihrer Trauer um den Verlust Siddhartas aber gleichzeitig mit liebevoller Stärke für ihren kleinen Sohn dazusein. Sie bildeten eine Gemeinschaft von Liebe, Mitgefühl und Verständnis für das eigene Leid, aber auch für das Leid der anderen. Sie waren füreinander da, hörten zu, hielten sich an den Händen, sendeten Liebe aus und beruhigten somit den Geist. Später kamen noch mehrere Frauen im Palast hinzu. Alle hatten sie ihr persönliches Leid erfahren. Somit erkannte Yasodhara, dass sie nicht allein in ihrem Schmerz war. Alle Menschen erfahren Leid und Schmerz und Verzweiflung. Durch ihren Kreis der Liebe und des Mitgefühls hat sich ein vertrauensvolles Band zwischen den Teilnehmerinnen geknüpft. Durch das Füreinanderdasein, die Meditationen der Aussendung von Liebe und Mitgefühl und die körperliche Nähe hat sich ein Gefühl der Verbundenheit entwickelt, mit dem sie ihre Leiderfahrungen verarbeiten und damit transformieren konnten in bloße Lebenserfahrungen, anhand derer sie zu Glück und Zufriedenheit finden. Nicht nur sie erleben leiden, sondern alle Menschen, ja sogar alle fühlenden Wesen auf dieser Welt. Durch die Gemeinschaft gehen sie ihren eigenen Weg zur Erleuchtung. In Fürsorge, Liebe und Mitgefühl für sich und andere. 

Yasodhara fand ihren Weg zur Erleuchtung in der Gemeinschaft, in der Sangha, indem sie geblieben ist, während Siddharta gehen musste, um seinen Weg zur Erleuchtung in Rückzug und Einsamkeit zu gehen.


Ich bin so berührt von Yasodhara`s Geschichte und so dankbar, dass mir in einem Café in Boudha, Kathmandu das Buch „The Buddhas Wife – The Path of Awakening Together“ von Janet Surrey und Samuel Shem in die Hände gefallen ist. 

Es ist so wichtig, für andere da zu sein! Gerade heute in der zunehmenden Vereinsamung unserer Gesellschaft. Das tut nicht nur anderen, sondern auch uns selbst gut! 

Wenn Dich Yasodhara`s Geschichte auch so berührt hat und Du weitere Impulse zu einem achtsamen gemeinschaftlichen Leben haben möchtest, dann trag Dich doch hier zu meinen regelmäßigen AyurImpulsen ein. 🙂 Ebenso freu ich mich über ein „Gefällt mir“ von Dir! 😉

Mutmacher und Seelenkraft für kleine und große Kinder

Passend zum ersten Neumond in diesem Jahr möchte ich Dir mein neues Online-Produkt vorstellen:

Inspiriert durch meinen Sohn (6), der es liebt, von meinen spirituellen Karten mit mir Botschaften für den Tag zu ziehen und zu lesen, kam ich auf die Idee, Achtsamkeitskarten für Kinder zu kreieren.

Die meisten Kartendecks sind doch eher auf Erwachsene ausgerichtet, womit Kinder noch nicht so viel anfangen können. Also, was tun? Ich habe mir eher außerhalb von einer bestimmten Religion stehende spirituelle Botschaften gewünscht, die die Achtsamkeit, das Selbstwertgefühl und das Vertrauen in die eigene Persönlichkeit des Kindes stärkt. Zugleich möchte ich Ruhe und Kreativität fördern. Und Freude!!! Kleine und große Kinder bekommen so viele Impulse und Anforderungen von außen und so wenig Möglichkeiten zur Entspannung, Ruhe, Achtsamkeit und wohlwollenden Umgang mit ihren Gefühlen. Verbunden mit Mandalabildern zum Ausmalen fördern die Karten den Zugang zur inneren Stimme.

Das e-book zum Ausdrucken umfasst 33 wunderschöne Mandalas zum Ausmalen mit jeweils einem Inspirationssatz für den Tag. So können Eltern und Kind über die Gefühlswelt des Kindes in Kontakt kommen und Kinder Achtsamkeit und Selbstreflexion üben.

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Wer nur die Karten möchte, kann diese postalisch im Visitenkartenformat aus stärkerem Papier bekommen.

Das e-book „Tägliche Inspirationen mit Mandalas zum Ausmalen für kleine und große Kinder“ gibt es für 14,- €, die Karten zum Ziehen mit kindgerechten Inspirationssätzen für 7,- €. Möchtest Du beide zusammen, kannst Du diese für 18,- € erwerben.

E-Book „Tägliche Inspirationen mit Mandalas zum Ausmalen für kleine und große Kinder“

Wunderschöne Mandalas zum Ausmalen mit kindgerechten Inspirationssätzen zur Schulung der Achtsamkeit und Selbstreflexion und Stärkung des Selbstwertgefühls, 36 Seiten

€14,00

Inspirationskarten für kleine und große Kinder

Inspirationssätze für kleine und große Kinder geben Mut, Kraft, innere Stärke und Freude für den Tag, 39 Karten als E-Cards zum Selbstausdrucken und Schneiden

€7,00

E-Book und Karten „Tägliche Inspirationen für kleine und große Kinder“

E-Book „Tägliche Inspirationen mit Mandalas zum Ausmalen für kleine und große Kinder“ (36 Seiten) zzgl. den Inspirationskarten (39 Karten) zum Selbstausdrucken und Schneiden

€18,00

 

Alles Liebe für Dein Kind!

Deine Annette

Leben in Verbindung

Meine lieben AyurTara-Freundinnen,

besonders an Euch richte ich mich heute. In mir und um mich rum ist gerade so viel in Bewegung und das Bedürfnis, mich mehr mit Euch, Ihr hochsensiblen Frauen und Mütter zu verbinden. <3

Ich bin selbst als hochsensible Frau und Mutter eines sehr besonderen hochsensiblen Sohnes immer wieder vor Herausforderungen gestellt, die sich noch dadurch verstärken, dass ich zudem noch alleinerziehend bin. Ich liebe meinen Sohn und möchte ihm die Freiheiten geben, ihm ein an seinen Bedürfnissen orientierten Leben zu ermöglichen. Er ist jetzt im letzten Kindergartenjahr und es kommt jetzt wiederholt vor, dass er nicht in den Kindergarten will, es Konflikte mit seinen Freunden gibt, er nicht mehr zu Geburtstagen will. Und in die Schule will er schon gar nicht… Er klagt über zu viele Kinder in der Gruppe, über den Krach, die Bestimmerei durch andere Kinder, besonders Alpha-Jungs. und dass er anders sei…. Wenn ich ihn mal zu Hause lasse, werde ich meinem Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein nicht gerecht. Ich bin dann wiederum durch seine Bedürfnisse nach gemeinsamen Aktivitäten so überreizt, dass ich es körperlich an Schmerzzuständen, Tinnitus und Erschöpfung merke. Kennst Du das auch?

Ich bespreche mit ihm auch meine Bedürfnisse nach Ruhe, um wieder in meine Kraft und Balance zu kommen. Die akzeptiert er dann auch, und es muss dann schon mal der Fernseher oder das Tablet als Babysitter herhalten… Mit sehr viel Kraftanstrengung krieg ich ihn dann auch zum Spielen, Buch anschauen oder bauen. Doch dann kommt immer wieder die Frage nach dem Fernseher…. Doch dann bin ich dann auch wieder so weit aufgeladen, dass ich mich wieder mit ihm beschäftigen kann. Doch wo bleibe ich mit meinen Interessen? Mit lesen, schreiben, meditieren, träumen? Ich merke dann einfach, dass eine zweite Bezugsperson fehlt. Ich nehme es an, so wie es ist. Irgendwas wird sich Gott bzw. das Universum schon dabei gedacht haben…

Wenn ich es buddhistisch betrachte, ist der jetzige Zustand, in dem ich mich befinde, das Ergebnis meiner Gedanken, Worte und Handlungen in der Vergangenheit. Und es stimmt: ich habe den Zustand, in dem ich mich jetzt befinde, selbst herbeigeführt. Ich bin allein dafür verantwortlich. Nicht die äußeren Umstände oder die Menschen, die mich in die Situation hereinbrachten (wie die Väter, in unserem Fall leiblicher und gefühlter Vater), sondern ich ganz allein. Was kann ich tun? Zuerst mal annehmen, dass es so ist wie es ist. Dann als nächsten Schritt kann ich verzeihen: den Menschen verzeihen und vor allem mir verzeihen. Ich verzeihe mir. Ich bin dankbar. Dankbar für alles, was ist. Für meine Herausforderungen, denn sie helfen mir, zu wachsen. Für meinen Sohn, denn er läßt mich die Welt durch seine Kinderaugen sehen. Für all die Konflikte mit den Menschen, denn sie haben mir geholfen, loszulassen. Und ich danke mir, dass ich immer wieder die Kraft und Liebe finde, weiterhin für mich und meinen Sohn da zu sein und nicht aufzugeben.

Ich liebe. Ich liebe meinen Sohn. Ich liebe alle, die mich unterstützen, wenn es mal wieder zu viel ist. Ich liebe auch alle, mit denen ich mich in Konflikten auseinandersetzen muss, denn sie helfen mir, ein Stück weiter zu mir selbst zu finden. Meinen Geist trainieren, Gefühle wie Wut, Missgunst, Eifersucht, Hass zu verringern. Ich liebe mich. Mit allen meinen Stärken und Schwächen. Liebe, denn sie ist das einzige, was zählt!!! Sie lässt uns weitermachen, neue Umstände zu schaffen, im kleinen wie im großen. Denn wir sind die Schöpfer unserer Welt!!!

Wenn wir freundlich, hilfsbereit, großzügig, liebevoll und einfühlsam mit unseren Mitmenschen, Tieren und der Natur umgehen, schaffen wir nicht nur für andere Momente des Glücks, sondern auch wir selbst werden Glück, Liebe und Harmonie erfahren und somit positive Umstände in unser Leben ziehen.

Herzliche Umarmung <3

Eure Annette

 

AyurTara geht online

Es ist vollbracht: mein erstes Online-Baby ist geboren!!! Ich habe zwar keine 40 Wochen gebraucht, aber doch gute 2 Monate! 😉

Es hat mir so viel Freude gemacht, zu schreiben und mein Wissen über Ayurveda im allgemeinen und ayurvedische Ernährung im Besonderen speziell für hochsensible Menschen zusammen zu tragen und Dir zur Verfügung zu stellen. Mein e-book „Ernährung nach Ayurveda für hochsensible Menschen“ enthält die philosophischen und physiologischen Grundlagen des Ayurveda, die Sichtweise der Ernährung und Empfehlungen für allgemeine Nahrungsmittel, Gewürze und Heilkräuter, um die hohe Vata-Energie bei hochsensiblen Menschen zu besänftigen. Du erhältst einfach umsetzbare Rezepte, mit denen Du mehr Erdung und Stabilität bekommst. Das hochsensible System aus Körper, Seele und Geist bringst Du so wieder ins Gleichgewicht.

Bist Du neugierig geworden? Dann hol Dir doch einfach hier meine kostenlose Leseprobe.

Viel Spass dabei!

 

Es werden sicherlich noch andere Online-Produkte folgen, mit denen ich Dir Empfehlungen aus dem Ayurveda und der buddhistischen Meditation weitergeben möchte, um mit Deiner Feinfühligkeit ein Leben voller Harmonie, Glück und Lebensfreude zu führen!

 

Liebe Dein Leben! Liebe Deine Hochsensibilität!

Hochsensibilitätskongress in Schneverdingen

Heute möchte ich vom InspirationDay des 1. Live Hochsensibilitätskongresses am 01.07.2017 in Schneverdingen in der Lüneburger Heide berichten.

Nach langer Autofahrt von Bad Vilbel nach Schneverdingen (ca. 7 Stunden inkl. 2 Pausen) kommen wir endlich in unserem Hotel in Schneverdingen an. Rundherum grün und frische Regenluft: schön!!! Wir, das sind mein Sohn und ich. Wir beziehen unser schönes Hotelzimmer mit Balkon und im London-Style dekoriert: London Bild, London Bordüre, London Nachttische, London Nachttischlampen, London Hängelampen… Ein bißchen viel London für meinen Geschmack… Ich war einfach nur froh, nach der langen Sitzhaltung in die Horizontale gehen zu können.

Später haben wir dann auch schon die erste Kongressteilnehmerin kennengelernt, sie kam aus Ulm angereist. Ach, war ich froh, dass wir „nur“ aus dem Rhein-Main-Gebiet kamen. 😉 Sie kam mit dem Zug und bat um eine Mitfahrgelegenheit. So haben wir uns dann für den nächsten Morgen verabredet.

Das Gelände des Veranstaltungsortes Camp Reinsehlen war sehr weitläufig, so richtig zum Luft holen und ausbreiten. Das Wetter war zwar bestimmt von konstantem seichtem Nieselregen, aber wenn es heiß gewesen wäre, hätten wir wahrscheinlich auch gejammert. Vorbei an grünen Wiesen und einem Lavendellabyrinth sind wir im Veranstaltungsgebäude zur Anmeldung angekommen. Es waren schon einige da, so dass es keinen Stau an der Anmeldetheke gab. Wir hatten genügend Zeit, uns einzustimmen und einzufühlen, bis die Begrüßung der Veranstalterin Kathrin und Stefan Sohst sowie Sabine Sothmann stattfand.

Hier siehst Du den Ablauf des Tages

Die sog. Keynote, einen sehr lebendigen Einstimmungsvortrag, hat Barbara Messer vorgetragen. Sie ist schon selber durch Höhen und Tiefen gegangen und hat aus ihren Erfahrungen 10 Überlebensstrategien für sich herausgearbeitet. Diese will ich hier kurz nennen:

1. Halt einfach an.

2. Iss etwas.

3. Nimm es an, wie es ist.

4. Eins nach dem anderen

5. Du kannst dieses oder jenes tun.

6. Es geht immer weiter.

7. Es könnte noch schlimmer kommen.

8. Sorge für absolute Sicherheit.

9. Habe immer einen Plan B.

10. Es ist egal, was die anderen denken.

Ich habe mir dann aus dem vielfältigen Angebot vier Vorträge/ Workshops ausgesucht, von denen ich kurz berichten möchte.

Zunächst war ich bei Petra Tomschi zum Thema „ADHS und/oder Hochsensibilität“.

Bei beiden liegt eine Aufmerksamkeitsstörung vor, so dass das ADHS-Syndrom mit der Hochsensibilität schnell verwechselt werden kann. ADHS beinhaltet aber vorwiegend eine Einschränkung der Aufmerksamkeitssteuerung und Handlungsplanung und ist von Hyperaktivität, Unruhe, Unaufmerksamkeit, Impulsivität und fehlendem Handlungsaufschub gekennzeichnet. Bei einem hochsensiblen Menschen sind im Unterschied dazu eine Tiefe und Vielschichtigkeit von Gedanken, eine intensive und differenzierte Wahrnehmung des Umfeldes, emotionale Berührbarkeit und feine Antennen für die Gefühle und Stimmungen anderer zu erkennen.

Die zweite Veranstaltung war ein interaktiver Vortrag mit dem Thema „Hochsensible Menschen im Coaching“ von und mit Ulrike Hensel. Sie ist selbst Coach für hochsensible Menschen und Autorin zu diesem Thema. Ihren Vortrag hat sie in 5 Abschnitte unterteilt.

1. sich als HSP entdecken und dann???

Beziehung zu sich selbst (Autonomie)<——>Beziehung zu anderen (Bindung)

Zunächst ist es wichtig, zu wissen, wer ich bin, welche Bedürfnisse ich habe, um sie den anderen gegenüber zu kommunizieren.

2. Wie Stärken besser nutzen, wie mit Schwächen umgehen?

4 Indikatoren für Hochsensible

1)Verarbeitungstiefe

2)Übererregbarkeit

3)Emotionale Intensität

4)Sinnessensibilität

3. Wie sein Leben gestalten, welche Tätigkeiten ausüben?

Berufung leben —> in diversen Tätigkeiten

  • bezahlte Berufstätigkeit
  • Weiterbildungen
  • Hobbys
  • Familie, Freunde, Bekanntenkreis
  • Verein
  • Ehrenamt, politisches Engagement

-> egal was, Hauptsache es wird ein Sinn aus der Tätigkeit gezogen

Eine Gruppenzugehörigkeit ist wichtig!

Durch neue Erfahrungen ins Tun kommen!

Bei einer Berufsausübung ist weniger die Tätigkeit an sich, sondern vielmehr die Arbeitsbedingungen und das soziale Umfeld zu Vorgesetzten und Kollegen wichtig.

4. Wie Übererregung reduzieren?

Hochsensible Menschen haben viele Stärken:

KreativitätWerteorientierungIntuitionFeingefühlEinfühlungsvermögenGefühlstiefe (emotionale Intensität)Denkfähigkeit (Verarbeitungstiefe)Wahrnehmungsbegabung (Sinnessensibilität)

—>Übererregbarkeit

Die optimale Stimulation liegt in dem Bereich, in dem man sich leistungsfähig, kreativ und zufrieden fühlt. Tun wir zu wenig, kommt Langeweile auf. Tun wir zu viel, entsteht Stress und Frust.

Der Wohlfühlbereich, der Bereich mit der optimalen Stimulation, ist bei hochsensiblen Menschen wesentlich niedriger als bei normalsensiblen Menschen.

Hier ist es wichtig, auf die kleinen Signale zu hören, meistens hören wir sie erst, wenn der Körper rebelliert. Dies gelingt mit Achtsamkeit, dem Innehalten und viel Selbstliebe.

5. Wie sich besser abgrenzen?

Selbstfürsorgliche Abgrenzung gegenüber emphatischer Hilfsbereitschaft

Ignoranz/ Isolation gegenüber Erschöpfung/ Selbstaufopferung


Nach der Mittagspause ging es weiter mit Marion Stöckle und ihrem „Mentaltraining für Hochsensible“

1) Sei Dir Deiner Selbst bewußt —> mit Stärken und Schwächen

Ein Zeichen für Selbsterkenntnis: Lächeln, Strahlen

2) Sich selbst annehmen und lieben

*das Einzigartige erkennen: JA zum Leben. JA zu mir.

*Du bist kostbar, einzigartig, wundervoll

3) Den eigenen Platz finden

*Schaffe Dir ein Umfeld, das Dir entspricht

*Du bist nicht falsch, nur am falschen Ort

*Schaffe Dir das Umfeld, das Du brauchst und halte Dich von Energieräubern fern

—>Es ist alles vorhanden, es kommt auf den Fokus an.

4) Die Schwäche zur Stärke machen

*Wo ein Fluch, da ein Segen

*Wandlung (Alchemie)

*Wo Du schwach bist, bist Du stark

5) Mentale Stärke entwickeln für alle Lebenslagen

*Innere Ruhe und Klarheit

*Innere Stärke und Kraft

*Freude am Leben und dem Wissen „ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ —>Vertrauen, Urvertrauen

*An Herausforderungen wachsen

Praktische Tipps

1. Mentale Ausrichtung: Was will ich?

2. Tiefatmung: Zu jeder Zeit bei Dir sein

3. Autosuggestion: Positiver Selbstzuspruch „Ich kann das“

Der letzte Workshop von Dorothee Zapke zum Thema „Sichtbarkeit und authentische Präsenz für hochsensible Menschen“ war mein persönliches Highlight. 🙂

Wir sind hier sehr in die Praxis gegangen und Übungen zu den Themen Mimik, Körpersprache, Stimme zur Erhöhung der Sichtbarkeit gemacht. Insbesondere die Regulation zur Tonhöhe, Blickkontakt und emotionalen Ausdruck haben wir eingeübt. Auch hier ist wieder die tiefe Bauchatmung wichtig, sie erzeugt eine entspannte tiefe Stimme und Emotionen des anderen kommen nicht (so schnell) an mich ran, weil ich ganz bei mir bleibe und dem Gegenüber keine durchlässige (wie dem Brustkorb) Angriffsfläche biete.

Also, alles in allem war es ein wirklich toller Tag mit vielen neuen Impulsen, Gesprächen und Erfahrungen eines Gemeinschaftsgefühls unter Hochsensiblen. Schade, dass ich nicht alle Angebote nutzen konnte.

Das Kinderprogramm war auch echt super: es wurde gebastelt, gemalt, gespielt, es gab Angebote wie Yoga und Achtsamkeit für Kinder und ein Wald- und Naturprogramm. Vielen Dank dafür, sonst hätte ich diesen Kongress nicht genießen können!!!

Keine Termine im März und April 2017

Liebe hochsensible Ayurveda-Freunde und -Freundinnen,

ich erfülle mir den Traum einer spirituellen Erlebnisreise im März und April nach Nepal und Sri Lanka, beides Länder, in denen sehr verbreitet Ayurveda praktiziert wird. 😉 Daher kann ich in dieser Zeit keine persönlichen Termine anbieten. Terminanfragen in dieser Zeit bitte nur über E-Mail!!! Im Mai bin ich wieder für Dich da! 🙂