Ayurvedische Tipps für den Frühling

Während wir in Deutschland noch etwas auf die warmen Temperaturen des Frühlings, beginnt der ayurvedische Frühling (Vasanta) bereits am 22.02. und dauert bis zum 21.04. eines Jahres. Daher möchte ich Dir einige Empfehlungen aus dem Ayurveda für diese Jahreszeit geben.

Durch die immer stärker werdende wärmende Kraft der Sonne wird das im Winter angesammelte Kapha verflüssigt. Kapha vermehrt sich im Körper, was zu einer Schwächung der Verdauungskraft Agni führt. Das Resultat ist das Entstehen von Kapha-Störungen wie z.B. Erkältungskrankheiten mit Schleimbildung. Um Kapha aus dem Körper auszuleiten, ist in dieser Jahreszeit therapeutisches Erbrechen (Vamana) aus dem Panchakarma besonders empfehlenswert. Außerdem sind scharfe Nahrungsmittel gut, um Kapha zu eliminieren. Vermeide möglichst schweres, fettiges, saures und süßes Essen. Auch ein Mittagsschläfchen wirkt sich eher ungünstig auf Deine Dosha-Balance aus.

Um Kapha zu reduzieren sind aus ayurvedischer Sicht sinnvoll:

– körperliche Übungen

– Massagen mit nur wenig Öl und/oder speziellem Kapha-Öl

– Aromatherapie (z.B. mit Weihrauch, Rosmarin, Kampfer, Eukalyptus, Lavendel)

– Kräuterrauch

– Gurgeln

– Augenreinigung

– Baden/Duschen mit warmem Wasser

– gemäßigte sexuelle Aktivität.

Einige kapha-reduzierende Gewürze sind Ingwer, schwarzer und langer Pfeffer (Mischung aus den dreien als Trikatu erhältlich), Zimt, Koriander, Kurkuma, Kreuzkümmel, Tulsi (heiliges Basilikum).

Auch heißes Wasser mit etwas Ingwerpulver oder mit Kurkuma, Ingwer, etwas Zimt und Zitronensaft hilft, Kapha zu verringern.

Wichtig ist es auch insbesondere, auf die Stärkung der Verdauungskraft des Agni zu achten. Gut ist dabei, heißes Wasser oder Ingwerwasser über den Tag verteilt zu trinken. Dieses kann nach Belieben auch mit Honig gesüßt werden.

Honig (madhu) ist leicht und hat einen süßen und zusammenziehenden Geschmack. Er ist gut für alle 3 Doshas und verringert insbesondere das Fettgewebe Medas Dhatu und damit Kapha. Außerdem kann er bis in die feinsten Körperkanäle (Srotas) vordringen, so dass er gerne als Trägersubstanz anderer heilender Kräuter verwendet wird. Honig ist gut für die Stimme, die Haut und das Herz. Er wirkt aphrodisierend, wundheilend und ist hilfreich bei Husten und Asthma.

Der Frühling ist daher die ideale Zeit um zu fasten und zu entschlacken. Dazu erfährst Du mehr in meinem nächsten Artikel… 🙂

Willst Du mehr zur Ernährung nach Ayurveda wissen, dann schau doch mal hier.

In meinem E-Book zur ayurvedischen Ernährung für Hochsensible findest Du Grundlagen des Ayurveda und spezielle Empfehlungen zum Ausgleich der hohen Vata-Energie bei hochsensiblen Menschen.

Komm gut durch den Frühling mit Ayurveda!

Herzliche Grüße

Deine Annette

 

Ayurvedische Empfehlungen für den Winter

Mittlerweile sind wir nun schon im Hemanta, dem ayurvedischen frühen Winter, angekommen. Er läuft bis zum 21.12., dann geht er in den späten Winter, Shishira, über und hält bis 21.02. des Folgejahres an.

In dieser Zeit ist das Verdauungsfeuer Agni sehr hoch, so dass schwerere Nahrungsmittel besser verdaut werden können. Essen wir nicht genügend oder in sehr leichter Qualität, kann es passieren, dass Agni unsere Dhatus aufzehrt und das Vata-Dosha ansteigt. Daher sollten Nahrungsmittel und Verhaltensweisen, die Vata erhöhen, vermieden werden.

  • Iss keine leichten Nahrungsmittel
  • Nimm keine kalte, scharfe, bittere und zusammenziehende Nahrungsmittel und Getränke zu Dir.
  • Gut ist eine Kapha aufbauende Ernährung. Zu empfehlen sind also süße, saure, salzige und ölig-fettende Nahrungsmittel. Rohrzucker, Honig, Reis, Öle, Ghee, heißes Wasser und Milch sorgen für ein langes Leben.
  • Halte Dich nicht lange im kalten Wind auf, bleib stattdessen zu Hause.
  • Trage warme Kleidung
  • Empfohlen wird Abhyanga (Ganzkörpermassage mit warmen Öl) und Schwitztherapien (Sauna)
  • Es ist die beste Zeit für sexuelle Aktivitäten nach Ayurveda.

Im späten Winter, Shishara, sorgen Wind, Wolken und Regen für Kälte und Feuchtigkeit. Damit reichert sich immer mehr Kapha in der Natur und dem Körper an. Pitta ist jetzt ausgeglichen. Jetzt beginnt auch die nordwärtige Bewegung der Sonne und bewirkt die Dehydration der Natur. Der Wind verringert nun immer mehr unsere Kraftreserven.

Und hier noch eine nährende 

soup-23469_640Wintersuppe für Dich:

Du brauchst:

1 Sellerieknolle, 1 Kohlrabi, 1 Blumenkohl, 5-6 Kartoffeln, 2-3 EL Ghee, 1 TL Bockshornkleesamen, 1 TL schwarze Senfsaat, 1 TL Kreuzkümmel, 5-6 cm frischen Ingwer, 2 Gemüsezwiebeln, Gemüsewürfel oder pulverisierte Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, 1 TL Muskat, 1 frische Chili oder 2 kleine getrocknete Chili 

  • Schäle, wasche und würfle die Sellerie, Kohlrabi und die Kartoffeln, den Blumenkohl schneidest Du in feine Röschen.
  • Das Ghee lässt Du bei mittlerer Hitze in einem Topf schmelzen. Dazu gibst Du die Gewürze und röstest sie im Ghee an.
  • Den Ingwer schälst du dünn ab, hackst ihn in kleine Würfel und dünstest ihn im Ghee an.
  • Die Gemüsezwiebeln schälst Du und schneidest sie in halbe Ringe, die Du zum Ghee dazugibst und glasig dünstest.
  • Dann gibst Du die Gemüsebrühe dazu, lässt sie im Gewürzsud anbraten und lässt sie bei geringerer Hitze köcheln.
  • Gib nun Salz, Pfeffer, Muskat und Chili dazu.
  • Dann kommt das geschnittene Gemüse in den Topf, bei Bedarf gibst Du etwas warmes Wasser dazu. 

Wenn das Gemüse fast gar ist, stelle den Herd aus und lass die Suppe noch 5-10 Minuten nachziehen, bevor Du sie pürierst.

Anschließend kannst Du sie noch mit gehackter Kresse und Blattpetersilie garnieren.

 

Noch mehr Rezepte gibt es in meinem e-book „Ernährung nach Ayurveda für hochsensible Menschen“. Schau doch mal auf die Seite Meine Angebote.

 

Ich wünsche Dir noch eine schöne Adventszeit, ein schönes Fest und einen guten Ausklang dieses Jahres.santa-claus-2899291_640

Alles Liebe und Om Shanti

Annette

Ayurveda im Herbst

Der Sommer ist zu Ende und wir sind mit dem September im Herbst angekommen. Die Herbstzeit beginnt im Ayurveda Mitte September (Sarad Rithu) und dauert ungefähr bis Mitte November bevor der frühe Winter beginnt. Ihr ist aber noch die „Regenzeit“ vorgeschaltet (Varsha Rithu), die bereits Mitte Juli auf den ayurvedischen Sommer folgt. Diese Angaben aus den alten Schriften müssen aber sicherlich noch auf unsere nördliche Hemisphäre etwas angeglichen werden. Ich möchte mit meinen Ausführungen zur Regenzeit beginnen, da der Herbst dann darauf aufbaut.

Agni, das Verdauungsfeuer, ist bereits von der Trockenheit des Sommers geschwächt und verringert sich weiter in der Regenzeit. Jetzt wird es kälter, windig und nass. Alle drei Doshas erhöhen sich dadurch. Das Wasser wird schlammig und sauer, wenn sich der Regen mit der warmen Erde vermischt. Pitta vermehrt sich aufgrund der geschwächten Verdauung und dem Säuregehalt des Wassers in der Natur. Vata wird ebenfalls weiter erhöht durch die schwache Verdauungskraft, dem Säuregehalt der Atmosphäre und der Gasbildung in der Luft durch die Erde. Auch Kapha erhöht sich durch den Säuregehalt des Wassers. Daher erhöhen sich alle drei Doshas in dieser Zeit und beeinflussen sich gegenseitig, so dass viele Krankheiten aller drei Doshas entstehen. Dies ist eine schwierige Zeit für Körper und Geist und die Doshas sollten nun besonders beachtet werden. Abhängig vom täglichen Wetter sollte der individuelle Lebensstil und die Ernährung entsprechend angepasst werden. Im allgemeinen empfiehlt Ayurveda, auf kalte Getränke, Mittagsschlaf, sportliche Betätigungen, Sonnenbäder und Geschlechtsverkehr zu verzichten. Speisen und Getränke sollten mit Honig vermischt werden. An windigen, kalten und regnerischen Tagen wird empfohlen, saure, salzige und ölige Speisen zu sich zu nehmen, um Vata auszugleichen. Es wird auch empfohlen, Weizen, Reis, Öle, Suppen, vatareduzierende Tees (getrockneter Ingwer, Zimt, Fenchel) zu sich zu nehmen. Auch Getreidebreie und medizinische Weine können den Dosha-Ausgleich unterstützen. Jetzt ist auch die Zeit für ausgiebige Ölmassagen, Aromatherapie und Panchakarma, die ayurvedischen Reinigungskur. 

Im Herbst nun steigt Pitta weiter an aufgrund der plötzlichen Wärme der September- und Oktobersonne. Daher sollte Pitta weiter reduziert werden. Dies geschieht mit medizinischem Ghee (pittareduzierende Kräuter) sowie bitter, zusammenziehende und süße Speisen, die leicht verdaulich sind. 

Auch regelmäßige Abführungstage werden empfohlen. Außerdem kann man Sandelholzöl auftragen, mit Perlen versetztes Wasser trinken oder diese auf der Haut tragen. Zu vermeiden sind schwere Mahlzeiten, Speisen mit saurem Geschmack, öliges und fettiges Essen, Sonnenbäder, Mittagsschlaf sowie Alkohol und Zigaretten. 

Einen schöne Herbstzeit und sorge gut für Dich!

Alles Liebe und Om Shanti

Deine Annette

Ayurvedische Tagesroutine (Teil 2)

Nach der Darmentleerung gemäß Punkt 5 geht es weiter mit

6. Zahnpflege

Ayurveda empfiehlt, die Zähne mit kleinen Zweigen von Indischem Feigenbaum (Banyan), Indischer Buche (Karanja) sowie der Gerber-Akazie (Khadira). Sie haben einen zusammenziehenden, scharfen und bitteren Geschmack. Die Zähne sollten ohne Verletzung des Zahnfleischs gereinigt werden.

Ayurveda sagt auch, dass Menschen, die an Verdauungsstörungen, Erbrechen, Atemnot, Husten, Fieber, Gesichtslähmungen, Durst oder an Krankheiten am Herzen, Augen, Ohren und Kopf leiden, keine Zahnbürste benutzen sollten, sondern nur ein weiches Pulver oder Zahncreme. In ayurvedischen Zahncremes sind die oben genannten Inhaltsstoffe enthalten, z.B. Vicco Vajradanti.

Die traditionelle indische Zahnbürste ist ein Stück Holz des Neembaumes. Es entfernt kleine Nahrungsreste zwischen den Zähnen  und verhilft zu einem starken gesunden Zahnfleisch.

7. Zungenreinigung

Schabe leicht Deine Zunge von hinten nach vorne bis Du die ganze Oberfläche der Zunge für 7 bis 14 Male. Dies stimuliert die inneren Organe, unterstützt die Verdauung und entfernt abgestorbene Bakterien. Vata-Typen können einen Zungenschaber aus Gold, Pitta-Typen einen aus Silber und Kapha-Typen einen Zungenschaber aus Kupfer verwenden. Zungenschaber aus rostfreien Stahl können von allen Dosha-Typen benutzt werden.

8. Mundreinigung

Das Halten von Flüssigkeit im Mund nennt man Gandhusha. Das Halten und Gurgeln von Flüssigkeit im Mund nennt man Kavala.

Ayurveda empfiehlt folgenden Ablauf:

  • Gandhusha mit warmen Wasser für 1-2 Minuten

Kavala mit warmem Wasser für 1-2 Minuten

  • Gandhusha mit warmen Sesamöl für 1-2 Minuten.

Kavala mit warmen Sesamöl für 1-2 Minuten

  • Gandhusha mit warmen Wasser für 1-2 Minuten

Kavala mit warmen Wasser für 1-2 Minuten.

Gandhusha mit warmen Wasser entfernt zu viel Kapha und andere Unreinheiten im Mund.

Gandhusha mit Sesamöl stärkt die Stimme und die Zähne, schützt vor Zahnverfall und heilt Kopfschmerzen. Außerdem werden dadurch Wangenfalten vermindert.

9. Augenreinigung

Das Auge ist der Sitz von Pitta und ist auch empfänglich für Störungen, besonders von Kapha. Die Augensalbe Elaneer Kuzhambu sollte einmal wöchentlich verwendet werden, um Kapha aus dem Auge auszuleiten.

Ansonsten kann eine Augenreinigung durch das Belassen von etwas Ghee (für Vata- und Pitta-Typen) oder Honig (für Kapha-Typen) im Auge erfolgen. Reines Rosenwasser ist ideal für alle 3 Dosha-Typen.

10. Nasenreinigung

Ayurveda empfiehlt, 2-4 Tropfen warmes Öl in jedes Nasenloch zu geben. Dies befeuchtet die Nase, reinigt die Nebenhöhlen, verbessert die Stimme, die Sehkraft und die geistige Klarheit. Die Nase ist das Tor zum Gehirn, daher bewirkt die Ölung der Nase die Nährung des Lebensatems Prana und die Verbesserung der Intelligenz. Für Vata-Typen ist Sesamöl gut, für Pitta-Typen Kokos- oder Olivenöl und für Kapha-Typen Kalmusöl.

Ein besonderes ayurvedisches Öl für die Nasenreinigung (Nasya) ist Anu Thailam.

Du kannst 2 Tropfen Anu Thailam in jedes Nasenloch geben, am besten erwärmt. Es verhindert vorzeitiges Ergrauen der Haare, Glatzenbildung, frühzeitige Faltenbildung der Haut. Es stärkt den Nacken- und Schulterbereich und verhindert den Abbau der Gehirntätigkeit. Es dient zur Verjüngung.

11. Ölung des Körpers

Trage das warme Öl auf den Kopf und den gesamten Körper auf und massiere es sanft in die Haut ein. Dann dusche Dich mit heißem Wasser ab. Es ist besonders gut für diejenigen, die an Krankheiten des zentralen Nervensystems leiden. Das sind meistens Vata-Typen. Wenn Du keine Zeit hast, den ganzen Körper zu massieren, dann massiere mindestens den Kopf, die Ohren und die Füße.

Kopfmassage

Täglich eine sanfte Massage des Schädels macht Dich glücklicher, so Ayurveda. 🙂 Außerdem werden Kopfschmerzen, Haarausfall und Ergrauen der Haare verhindert.  Außerdem wird dadurch der Zellenabbau verzögert.

Ölung der Ohren

Die Ursache für Ohrgeräusche (Tinnitus), zu viel Ohrenschmalz, Hörminderung, liegt an Vata in den Ohren. 2-4 Tropfen warmes Sesamöl können bei diesen Symptomen helfen bzw. ihnen vorbeugen.

Ölung der Füße

Die Füße mit warmen Öl zu massieren hilft bei Schlafproblemen, verbessert die Sehkraft und macht die Haut weich. Es verhilft Dir auch zu einem langen Leben. 🙂

Öl für die verschiedenen Dosha-Typen:

Vata: warmes Sesamöl

Pitta: warmes Kokos- oder Olivenöl

Kapha: warmes Sonnenblumen- oder Senföl

Sesamöl ist für alle Dosha-Typen geeignet.

12. Bewegung

Regelmäßige Bewegung, insbesondere Yoga, verbessert den Kreislauf, die Kraft und Ausdauer. Bewegung hilft, sich danach zu entspannen und gut zu schlafen. Es verbessert die Verdauung und die Ausscheidung. Baue tägliche Bewegung in Deinen Tag ein bis zur Hälfte Deiner Leistungsfähigkeit (bis sich Schweiß auf Stirn, Achseln und Wirbelsäule bildet).

Vata: 12x langsamer Sonnengruß, Heben der Beine, Kamelposition, Kobraposition, Kuhposition

Pitta: 16x kraftvoller Mondgruß, Fischposition, Bootposition, Rollen auf der Wirbelsäule mit angezogenen Beinen, mit aufrechter Wirbelsäule nach vorne lehnen im Langsitz

Kapha: 12x schneller Sonnengruß, Pfauposition, Löweposition, Baumposition, Brückenposition

Nach der Bewegung sollten alle Körperteile sanft massiert werden (ohne Öl)

13. Baden

Ein Bad mit kaltem Wasser erfrischt und reinigt den Körper und Geist. Die Verdauungskraft Agni wird verstärkt und unheilsame Handlungen geheilt. Ein heißes Bad unterhalb des Nackens stärkt den Körper und heilt Vata-Erkrankungen. Heißes Wasser sollte nicht für den Kopf verwendet werden, da es ungesund für Augen und Haare ist.

Ein Bad bewirkt die Klarheit des Geistes und Göttlichkeit Deines Lebens.

14. Kleidung

Das Tragen sauberer Kleidung bringt Dir Schönheit und Tugend.

15. Parfum 

Der von natürlichen Düften, Ölen oder Parfum bewirkt Frische, Charme und Freude. Der Körper strahlt Vitalität aus und das Selbstwertgefühl verbessert sich.

Vata: Amberi Hina, ein Rosenöl

Pitta: Vetiver, Jasmin, Sandelholz

Kapha: Moschus, Amber, Lavendel

16. Atemübungen (Pranayama)

Sitze ruhig und mache folgende Atemübungen:

Vata: 12 Atemzüge durch jeweils ein Nasenloch

Pitta: 16 kühlende Shitali Atemzüge (rolle deine Zunge länglich ein und atme dann durch Deine Zunge

Kapha: 100 bhastrikas: kurze, schnelle Atemzüge durch die Nase

17. Meditation

Ayurveda empfiehlt eine Meditation am Morgen für mindestens 15 Minuten. Du kannst entweder auf dem Kissen oder auf dem Stuhl meditieren. Die Wirbelsäule sollte dabei aufgerichtet sein. Meditation bringt Dir Frieden und Gleichgewicht in Dein Leben.

AUM    AIM (Vata)    HREEM (Pitta)     KLEEM (Kapha)     YAM      NAMAHA

Rezitiere jedes Mantra für 10 Sekunden, zuerst das stärkste Dosha, dann das zweite und dann das letzte, gemäß Deiner Konstitution.

18. Essen

Leichtes Frühstück, volles Mittagessen, leichtes Abendessen

19. Schlaf

Schlaf ist ein Zustand des Bewusstseins, in dem die Sinnesorgane und der Geist sich von der täglichen Aktivität zurückziehen und der Körper entspannt.

Schlaf ist notwendig für Leben, Gesundheit und Konzentration. Er verbessert Agni und die sexuelle Energie. Schlaf bewirkt Heilung und Kraft für den Körper. Ein angemessener Schlaf bewirkt einen frischen, reinen und vitalen Körper und Geist. Die gesündeste Zeit zu Schlafen ist die Nacht.

Hinweis:

Gesundheit und Glück hängen auch stark von der geistigen Einstellung ab. Die Ausübung verschiedener Pflichten gemäß des Dharma ist ein sehr wichtiger Bestandteil der täglichen Routine. Glück ist nicht möglich ohne Erfüllung des Dharma. Dharma ist die rechte Art zu leben. Mitgefühl, Wohltätigkeit und Freundlichkeit bewirken einen friedvollen und ruhigen Geist. Das Nichttöten und Nichtverletzen anderer Lebewesen, weder körperlich noch geistig, wird als das wichtigste Dharma angesehen.

Ayurvedische Tagesroutine (Teil 1)

Hallo Ihr Lieben!

Die Nachfrage nach der Leseprobe zu meinem E-Book „Ernährung nach Ayurveda für hochsensible Menschen“ ist sehr hoch und ich freue mich so sehr über Euer Interesse! Wenn Du auch eine kostenlose Leseprobe möchtest, dann bestell sie bitte hier: http://ayurtaraonline.getresponsepages.com

Heute möchte ich Euch ein paar ayurvedische Empfehlungen geben, wie Ihr am besten in Euren Tag starten könnt, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und zu halten.

Nach Ayurveda ist die Tagesroutine wichtig und notwendig, um einen radikalen Wandel in Deinen Körper, Geist und Bewusstsein herbeizuführen. Die Einhaltung eines regelmäßigen Ablaufes bringt Deine Grundkonstitution ins Gleichgewicht, beugt den Alterungsprozess vor, unterstützt den Stoffwechsel und sorgt für Selbstbewusstsein, Disziplin, Friedfertigkeit, Glück und ein langes Leben.

Da das tägliche Leben voller Dynamik ist und einem ständigem Wandel unterliegt, ist es wichtig, einer disziplinierten Lebensweise zu folgen, um die eigene Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu vermeiden. Gesundheit ist ein Zustand, in dem die Doshas im Gleichgewicht sind, die Verdauungskraft Agni gut funktioniert, die Gewebe (Dhatus) gut gebildet sowie die Abfallstoffe (Malas) vollständig ausgeschieden werden. Du erlebst dann eine Harmonie der Sinne, des Geistes und der Seele. Doch dieses Gleichgewicht kann jederzeit gestört werden und zu Krankheit und Leid führen. Daher ist es ratsam, dass Du den ayurvedischen Empfehlungen zur Tagesroutine folgst, wenn Du ein langes gesundes und glückliches Leben haben möchtest.

Im folgenden gebe ich Dir nun die ersten 5 Punkte, wie Du Deinen Tag am besten beginnen kannst. Die weiteren erhältst Du in der Fortsetzung…

1. Wache während „Brahma Muhurta“ auf

„Brahma Muhurta“ sind die letzten 3 Stunden der Nacht, von 3 Uhr bis 6 Uhr morgens. Diese Zeit wird als die beste Zeit erachtet, um zu studieren und zu Wissen zu gelangen oder zu meditieren. Vor Sonnenaufgang sind liebevolle und reine Qualitäten in der Natur, die für einen friedvollen Geist und frische, wache Sinne sorgen. Im allgemeinen sollten hochsensible Vata-Typen um 6 Uhr, ehrgeizige Pitta-Typen gegen 5:30 Uhr und gemütliche Kapha-Typen um 4:30 Uhr aufstehen.

Nach dem Aufwachen kannst für einige Zeit in Deine Hände schauen und dann diese sanft über Dein Gesicht, Deinen Brustkorb und bis zur Taille streichen. Das reinigt Deine Aura.

2. Bete vor dem Aufstehen

Bevor Du vom Bett aufstehst, sprich ein Gebet:

„Liebe göttliche Kraft, du bist in mir, in jedem Atemzug, in jedem Vogel, in jedem Berg. Deine Berührung erreicht alles und ich bin gut beschützt. Danke Dir für diesen wunderschönen Tag, der vor mir liegt. Möge Freude, Liebe, Frieden und Mitgefühl ein Teil meines Lebens sein und aller, die mich heute umgeben. Ich heile und ich bin geheilt.“

Berühre nach dem Gebet den Boden mit Deiner rechten Hand, berühre dann deine Stirn mit großer Liebe und Respekt für Mutter Erde.

3. Wasche Dein Gesicht, Mund und Augen

Wasche Dein Gesicht mit kaltem Wasser und spüle Deinen Mund aus. Wasche auch Deine Augen mit kaltem Wasser und massiere die Augenlider mit sanftem Druck. Zwinkere Deine Augen 7 Mal und dann lasse sie in alle Richtungen rotieren. Trockne Dein Gesicht mit einem sauberen Handtuch ab.

4. Trinke Wasser

Trinke ein Glas Wasser in Zimmertemperatur, das über Nacht in einem Kupferbecher stand. Es reinigt den Magen-Darm-Trakt, spült die Nieren und stimuliert die Darmbewegung. Wenn Du jedoch den Tag mit einem Kaffee oder Tee beginnst, entziehst du den Nieren ihre Energie, überforderst die Nebennieren und erzeugst Verstopfung.

5. Ausscheidung 

Gehe danach zur Toilette für Deinen Stuhlgang. Durch ungenügende Verdauung der Mahlzeit des vorherigen Abends oder Schlafmangels kann dies verhindert werden. Wenn Du jedoch das Wasser trinkst und danach immer zu einer bestimmten Zeit zur Toilette gehst, hilft dies, die Darmbewegungen zu regulieren. Auch wechselnde Nasenlochatmung, also die Atmung durch nur ein Nasenloch, kann helfen, die Darmbewegungen zu aktivieren.

Fortsetzung folgt…

AyurTara geht online

Es ist vollbracht: mein erstes Online-Baby ist geboren!!! Ich habe zwar keine 40 Wochen gebraucht, aber doch gute 2 Monate! 😉

Es hat mir so viel Freude gemacht, zu schreiben und mein Wissen über Ayurveda im allgemeinen und ayurvedische Ernährung im Besonderen speziell für hochsensible Menschen zusammen zu tragen und Dir zur Verfügung zu stellen. Mein e-book „Ernährung nach Ayurveda für hochsensible Menschen“ enthält die philosophischen und physiologischen Grundlagen des Ayurveda, die Sichtweise der Ernährung und Empfehlungen für allgemeine Nahrungsmittel, Gewürze und Heilkräuter, um die hohe Vata-Energie bei hochsensiblen Menschen zu besänftigen. Du erhältst einfach umsetzbare Rezepte, mit denen Du mehr Erdung und Stabilität bekommst. Das hochsensible System aus Körper, Seele und Geist bringst Du so wieder ins Gleichgewicht.

Bist Du neugierig geworden? Dann hol Dir doch einfach hier meine kostenlose Leseprobe.

Viel Spass dabei!

 

Es werden sicherlich noch andere Online-Produkte folgen, mit denen ich Dir Empfehlungen aus dem Ayurveda und der buddhistischen Meditation weitergeben möchte, um mit Deiner Feinfühligkeit ein Leben voller Harmonie, Glück und Lebensfreude zu führen!

 

Liebe Dein Leben! Liebe Deine Hochsensibilität!

Meine 3 Tipps, wie Du mit Ayurveda ein Leben in Harmonie mit Dir selbst und Deinen Mitmenschen führen kannst

  1. Erkenne Deine Bedürfnisse

 

Als hochsensibler Mensch nimmst Du besonders viel (Quantität) und besonders intensiv (Qualität) wahr. Deine körpereigenen Wahrnehmungsfilter sind stark herabgesetzt, daher muss Dein Gehirn mehr Informationen, Reize und Eindrücke verarbeiten als bei Menschen mit stärkeren Wahrnehmungsfiltern. Daher ist es nur logisch, dass Du schneller unter Erschöpfung, Tinnitus, Schmerzzuständen, innere Unruhe leidest bis hin zu Ängsten und depressiven Phasen. Diese sind alles Symptome, die von einem Vata-Überschuss herrühren. Die Vata-Energie ist gekennzeichnet vom Luft- und Raumelement. Die Eigenschaften sind daher leicht, kühl, schnell, rau, diffus, sprunghaft. Vata entspricht dem Bewegungsprinzip.

Um Vata zu besänftigen, empfiehlt Ayurveda Dir eine regelmäßige und beständige Ernährungs- und Lebensweise. Der Tag sollte…

Möchtest Du mehr erfahren, dann trag Dich hier unten gleich in das Kontaktformular ein!!!:-)

Ayurveda für den Sommer

Jetzt ist es endlich Sommer in Deutschland!!! 

Die Sonne steht über der nördlichen Halbkugel und die Erde bewegt sich näher an die Sonne heran (Uttarayana). Die Hitze wird immer stärker und die Lebewesen verlieren mit ansteigenden Temperaturen Energie und Kraft in dieser Zeit. Die klimatischen Veränderungen wirken auch auf die individuelle Konstitution der Doshas und bringen sie aus dem Gleichgewicht. Rithu Charya, die jahreszeitliche Routine, hilft, die Gesundheit von klimatisch bedingten Störungen der Doshas zu erhalten und zu schützen.

Ayurvedisch gesehen sind wir jetzt in der Zeit Grishma Rithu. Diese wurde in den Schriften von Mitte Mai bis Mitte Juli festgelegt, kann aber je nach geographischer Lage etwas variieren. 

Der Sommer ist eine heiße und zumeist trockene Zeit. Das Kapha Dosha (Elemente: Erde und Wasser) ist ausgeglichen und Vata Dosha (Elemente: Luft und Raum) sammelt sich aufgrund der trockenen und flüssigkeitsentziehenden Wirkung der Hitze an. Daher wird empfohlen mehr rohe oder leicht gedämpftes Gemüse mit kühlender Wirkung wie Blattgemüse, Blattsalate, Paprika, Zucchini, Mais und süße Nahrungsmittel wie Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Nudeln, süßes Obst zu essen, viel zu trinken, am besten Wasser, Kräutertees, mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte. Ghee und Milch werden auch empfohlen, jedoch bei Menschen mit guter Kapha Konstitution zurückhaltend zu verwenden, da dadurch auch wieder Kapha (also Körpersubstanz) vermehrt werden kann. Ein Eis ist auch erlaubt, aber vor dem Schlucken langsam im Mund zergehen lassen, da durch zu kalte Speisen oder Getränke das Verdauungsfeuer Agni, das jetzt ohnehin schwach ist, weiter geschwächt wird. Zu vermeiden sind jedoch auf jeden Fall saure, salzige und heiß-scharfe Nahrung, da sich damit die Hitze (Element: Feuer) im Körper und Geist noch mehr verstärkt. Fleisch und Alkohol gehören auch zu dieser Kategorie und verstärken die Hitze im Körper. Also, sehr wenig davon, oder am besten ganz weglassen!!! 😉

Ayurveda empfiehlt leichte oder gar keine sportliche Betätigung (Ausnahme: Schwimmen), Geschlechtsverkehr soll weitestgehend vermieden werden. Aufgrund der kurzen Nächte wird Tagesschlaf in kühlen, gut gelüfteten Räumen empfohlen. Das Tragen von Perlen und kühlenden Edelsteinen wie Saphir, Türkis, Bergkristall, Amethyst wird empfohlen. Zur Kühlung des Körpers kann eine Paste aus Sandelholz helfen.

Das Aufhalten an kühlem Wasser, sei es am Bach, Fluss, See oder Meer oder/und in schattigen Wäldern ist im Sommer besonders zu empfehlen.

Spezieller Tipp für Hochsensible:

Geh den Tag ruhig und entspannt an, schau, wonach Dir gerade ist. Ein Spaziergang allein oder mit Familie/ Freunden im Wald oder ein Tag am See oder Meer, wie wunderbar! Such Dir ein schönes schattiges Plätzchen abseits der großen Menschenmassen. Mache Yoga im Park. Meditiere im Garten oder auf einer Wiese. Genieße den Ausblick von Deinem Balkon. Mache eine Bootsfahrt auf dem See. Genieße, was immer Du auch tust! Und vor allem: sei dankbar, dass Du all das genießen kannst, dass Du dieses Leben hast! Und: lass Dir nichts anderes einreden, wo immer Du auch gerade stehst in Deinem Leben! Ich weiß, wovon ich spreche…

Einen schönen Sommer wünsche ich Dir!

Namasté und Om Shanti

Deine Annette 

Ojas oder Energie auf ayurvedisch

Jetzt ist schon Februar und die Mitte des Winters ist erreicht. Viele Menschen, besonders hochsensible, haben jetzt einen eher niedrigen Energiehaushalt. Begleitet von nur wenigen Lichtstunden, Kälte und feuchtem und trübem Winterwetter ist das die ideale Zeit der inneren Sammlung und des Rückzugs, bevor es in die Aufbruchsstimmung des Frühlings geht. Doch meist ist dies auch verbunden mit abfallender Energie, einer erhöhten Infektanfälligkeit sowie Lustlosigkeit.

Dies kann dann sogar bis zur Depression führen…

Im Ayurveda wird die Energie als Ojas bezeichnet. Ojas steht für Lebensfreude, Immunkraft und Fruchtbarkeit. Es bewirkt ein langes Leben in Vitalität und Jugendlichkeit, eine positive Ausstrahlung und eine klare Stimme, Intellekt und Gedächtnis werden gestärkt, Krankheiten vermieden sowie Schlafstörungen und Trägheit geheilt.

Nach den alten ayurvedischen Schriften entsteht Ojas als wichtigstes Produkt nachdem alle Verdauungs- und Umwandlungsprozesse der aufgenommenen Nahrung abgeschlossen sind. Ojas ist notwendig für alle geistigen und körperlichen Aktivitäten und ist der Ausdruck des Göttlichen Lichts im Menschen.

Es gibt 2 Arten von Ojas: Para-ojas und Apara-ojasPara-ojas sitzt im Herzen und hat eine Menge von 8 Tropfen. Hierauf haben wir keinen Einfluss. Verringert sich Para-ojas führt dies zum Tod. Apara-ojas befindet sich überall im Körper und ist eine Hand voll (Ardhanjali). Hierauf können wir Einfluss nehmen. Es kann sich durch Ärger/Wut, Grübeln, Stress, Sorgen, Ängste, Eifersucht und körperliche Überanstrengung verringern. Ist Apara-ojas weniger, führt das zu Erschöpfung, Müdigkeit, Burn-Out, Konzentrationsmangel und Depression.

  1. Leidest Du an einem Ojas-Mangel? Hier ist ein kleiner Test für Dich!
  2. Fühlst Du Dich ständig müde, energie- und lustlos und ausgebrannt?
  3. Hast Du eine blass-fahle Haut, stumpfe Augen und evtl. Augenringe?
  4. Ist Dein Immunsystem instabil und bist trotz Erholungsphasen chronisch angeschlagen?
  5.  Leidest Du unter schwacher Libido oder unerfülltem Kinderwunsch?
  6. Bist Du
  • unzufrieden?
  • unglücklich?
  • unruhig?
  • angespannt?
  • reizbar?
  • leer?
  • schwach?
  • überempfindlich?
  • permanent gestresst?
  • von Trauer überwältigt?
  •  alt und verbraucht?
  • psychisch erkrankt?

Treffen zwei oder mehr der oben genannten Gemütszustände auf Dich zu? Ja???

Wie oben beschrieben entsteht Ojas als Endprodukt der Verdauung und Verstoffwechslung unserer Nahrung. Das bedeutet, dass Du Dein Ojas, also Deine Energie und Lebenskraft, zum einen durch eine förderliche Ernährung als auch durch eine positive geistige Haltung wieder aufbauen kannst!!! Ist doch super, oder??? 🙂

Hier ein paar Ernährungstipps zum Ojas-Aufbau

*   alle frischen, natürlichen und einfach zubereiteten Speisen stärken die psychische                   Vitalität

*    liebevolle Zubereitung der Nahrung und achtsames Essen, auch gerne mit Gedanken der Dankbarkeit

*    glücklich machende Nahrungsmittel sind Reis, Rosinen, Mandeln, Mungobohnen (Mung Dal), Zucker, Kuhmilch, Butter und Ghee, Honig, Granatäpfel, Mango, Amla-                      Frucht, Chyavanprash (Amla-Mus) Steinsalz, Safran, frische Fruchtsäfte, frische Kräuter und natürlich auch mal ein Stück dunkle Schokolade 🙂

Empfehlenswert sind auch folgende ayurvedische Kräuter:

*          Ashwagandha

*          Brahmi

*          Amalaki

Doch auch die innere Haltung führt zu einem Aufbau von Ojas, Deiner Lebensenergie.

Diese kannst Du erreichen, indem Du die reinen, glückbringenden und lichtvollen Eigenschaften (Sanskrit: Sattva Guna) in deinem Geist kultivierst. Sei ruhig, friedvoll, ehrlich, wahrhaftig, hilfsbereit, mitfühlend, liebevoll, freudig, zufrieden mit Dir selbst und mit anderen, dann wirst Du viel positive Energie in Dein Leben ziehen, die Dein Ojas stärkt. Deine Anstrengungen werden so leicht und schnell gute Ergebnisse erzielen, so dass Du Deine Aufgaben (Beruf, Familie, Freunde) noch besser verrichten kannst. So erlangst Du Erfolg und Glück in Deinem Leben und die Erfüllung Deines ganz persönlichen Lebenssinnes.

Ich wünsche Dir viel Licht und Liebe dabei!!!

Ayurveda bei Hochsensibilität

Zunächst mal sei gesagt, dass Ayurveda für jeden hilfreich sein kann… Ayurveda ist das Wissen von einem langen und gesunden Leben und wirkt auf ganzheitliche Weise. Körper, Seele und Geist werden als Einheit betrachtet und sind eng miteinander verbunden. Beschwerden auf körperlicher Ebene wirken auf Geist und Seele, sowie Störungen auf psychischer oder mentaler Ebene Schmerzen oder gar Krankheiten auf körperlicher Ebene nach sich ziehen können.

Ayurveda geht davon aus, dass in jedem Menschen drei Hauptenergien, die sog. Doshas, vorherrschen, die individuell sehr unterschiedlich gewichtet sind (Konstitution).

Das Dosha Vāta besteht aus den Elementen Äther (Raum) und Luft und hat trockene, kalte, leichte, feinstoffliche, bewegliche, nichtschleimige und raue Eigenschaften. Es entspricht dem kinetischen Prinzip im Körper und ist für alle Bewegungsvorgänge verantwortlich.

Das Dosha Pitta besteht aus den Elementen Feuer und etwas Wasser und hat die Eigenschaften etwas ölig, heiß, spitz, flüssig, sauer, scharf und beweglich wie eine Flüssigkeit. Es entspricht dem thermischen Prinzip und ist für die Verdauung der Nahrung zuständig.

Das Dosha Kapha setzt sich aus den Elementen Erde und Wasser zusammen und hat schwere, kalte, weiche, ölige, süße, stabile und schleimige Eigenschaften. Kapha entspricht dem Hydroprinzip und ist verantwortlich für die Synthese (Zusammensetzung) von Geweben.

Hochsensibilität ist insbesondere gekennzeichnet von einer verstärkten Wahrnehmung von Sinneseindrücken und der eigenen Gefühlswelt. Auch für Ayurveda-Laien ist leicht zu erkennen, dass diese dem Bewegungsprinzip Vāta zugeordnet werden kann. Vor allem in den seelischen und geistigen Aspekten ihrer Konstitution liegt bei Hochsensiblen ein hoher Vāta-Anteil vor. Einige typische mentale Vāta-Eigenschaften sind:

  • Ausgeprägtes Vorstellungsvermögen
  • Schnelle Auffassungsgabe
  • Instabile Gefühlswelt, leichte Reizbarkeit
  • Wechselhafte Vorlieben
  • Ängste und Sorgen
  • Unentschlossenheit
  • Empfindlichkeit gegen Kälte und Wind
  • Anfälligkeit für Krankheiten, insbesondere neurologische und mentale Erkrankungen sowie Schmerz

Schon durch geringe Einflüsse von außen kann Vāta empfindlich gestört werden. Das geschieht z.B. durch folgende Faktoren:

  • Lärm/ Geräusche
  • Menschenansammlungen
  • Schnell wechselnde visuelle Eindrücke
  • Belastung durch Stress, Hektik, Zeitdruck
  • Zu viel Sitzen
  • Unregelmäßiges Essen
  • Unangemessene Berufstätigkeit

Um ein Leben mit Hochsensibilität gesund und glücklich leben zu können, ist zunächst zu empfehlen, die o.g. Faktoren so weit wie möglich zu reduzieren. Das bedeutet, es ist ratsam, sich Orte der Ruhe zu schaffen, große Menschenansammlungen zu meiden sowie für Entspannung zu sorgen. Außerdem ist es gut, auf ausreichende Bewegung in der Natur und Bildschirmpausen zu achten.

Der Ayurveda empfiehlt zusätzlich eine regelmäßige und beständige Ernährungs- und Lebensweise mit genügend (ca. 2 l) heißes Wasser, Ingwerwasser oder vātareduzierendem Kräutertee, mind. drei warme Mahlzeiten am Tag, die in Ruhe zu genießen sind. Es werden warme, schwere und befeuchtende Nahrungsmittel mit süßem, salzigen, leicht saurem und leicht scharfem Geschmack empfohlen wie z.B. Milch, Weizen, Hafer, Dinkel, Mungbohnen, Mandeln/ Nüsse, Geflügel, Eier und Wurzelgemüse. Auch ist auf die Aufnahme von genügend gesunden Fetten zu achten. Als Gewürze sind Ingwer, Fenchel, Anis, Nelke, Zimt, Kreuzkümmel, Basilikum und Safran gut, weil sie eine wärmende Wirkung haben und verdauungsfördernd sind.

Um Körper, Seele und Geist zu entspannen und zu erden sind warme Ölmassagen mit Sesamöl (Fußmassage, Rückenmassage) zu empfehlen sowie Achtsamkeitsübungen bzw. Meditation, um auch innerlich zur Ruhe zu kommen und wieder Kraft zu schöpfen.

Achtsamkeitsübung zum Ausprobieren:

Bitte setze Dich bequem auf einen Stuhl, Deinen Sessel, Dein Sofa oder Dein Sitzkissen hin, die Füße stehe beide fest auf dem Boden. Wenn Du auf deinem Sitzkissen sitzt, dann sind die Beine voreinander abgelegt. Den Rücken hältst du möglichst gerade, das Kinn in Richtung Brustbein gezogen. Jetzt schließe Deine Augen und beobachte Deinen Atem, wie er ein- und ausströmt. Dabei hebt und senkt sich Deine Bauchdecke. Lass Deine Atmung immer tiefer werden. Beobachte Deinen Atem für 3 bis 5 Minuten.